@article{Kirsch2017, author = {Kirsch, Jan-Holger}, title = {„Hier geht es um den Kern unseres Selbstverst{\"a}ndnisses als Nation". Helmut Kohl und die Genese des Holocaust-Gedenkens als bundesdeutscher Staatsr{\"a}son}, journal = {Potsdamer Bulletin f{\"u}r Zeithistorische Studien}, volume = {2008}, number = {43/44}, doi = {10.14765/zzf.dok.1.1089}, pages = {40 -- 48}, year = {2017}, abstract = {Die geschichtspolitischen Aktivit{\"a}ten des Bundeskanzlers Helmut Kohl riefen w{\"a}hrend seiner Amtszeit vielfach Spott und bei sp{\"a}teren R{\"u}ckblicken ebenfalls deutliche Kritik hervor. Der „Spiegel" bezeichnete Kohl im April 1985, anl{\"a}sslich der Aff{\"a}re um den Besuch des Soldatenfriedhofs in Bitburg, als „Tolpatsch in h{\"o}chst sensitivem Gel{\"a}nde" und beklagte seine „Sucht nach immer neuen Vers{\"o}hnungsritualen". Vor dem Hintergrund des Historikerstreits von 1986/87 wurde vielfach gewarnt vor „Entsorgungsversuche[n] zur deutschen Geschichte" bzw. dem „Versuch, Vergangenheit zu verbiegen". Diese zeitgen{\"o}ssische Sicht beeinflusste - gewiss nicht ohne Grund - auch wissenschaftliche Analysen. Sabine Moller nannte in ihrer politikwissenschaftlichen Diplomarbeit von 1998 die „Entdifferenzierung von geschichtlichen Ereignissen" als ein Charakteristikum der {\"A}ra Kohl, und selbst der dem Kanzler gegen{\"u}ber weniger kritisch eingestellte Rupert Seuthe schrieb Kohl in seiner Dissertation von 2001 ein „von Differenzierungsgeboten offensichtlich unbeeintr{\"a}chtigtes Geschichtsverst{\"a}ndnis" zu.}, language = {de} }