@article{Boos2018, author = {Boos, Verena}, title = {Nachgehen. Eine Spurensuche auf Walter Benjamins letzter Fluchtroute}, journal = {Zeithistorische Forschungen - Studies in Contemporary History}, volume = {15}, number = {3}, publisher = {ZZF - Centre for Contemporary History: Zeithistorische Forschungen}, address = {Potsdam}, doi = {10.14765/zzf.dok.4.1296}, pages = {523 -- 538}, year = {2018}, abstract = {Die Pyren{\"a}en bilden eine nat{\"u}rliche Grenze zwischen Frankreich und Spanien, zwischen dem europ{\"a}ischen Hauptland und der iberischen Halbinsel. Dort, wo sie nicht in den Himmel ragen, in ihren T{\"a}lern und auf ihren Passh{\"o}hen sowie an den Meeren, waren die Pyren{\"a}en auch stets eine tierra de paso, eine Transitzone. An ihren {\"o}stlichen Ausl{\"a}ufern gibt es zwei bedeutende {\"U}berg{\"a}nge. Einer liegt im sanften, flachen Tal von La Jonquera und quert die Landesgrenze bei Le Perthus. Der andere kreuzt an der K{\"u}ste am Coll dels Belitres zwischen Cerb{\`e}re (Frankreich) und Portbou (Spanien). Daneben und dazwischen durchziehen kleine Wege die Landschaft, offizielle und inoffizielle, Pfade f{\"u}r Schmuggler, Verfolgte, Fliehende. Jede Gegend und jede Route hat ihre Konjunktur. Die Hoch-Zeit dieser Transitlandschaft, als sich die europ{\"a}ische Kriegs- und Verfolgungsgeschichte des 20. Jahrhunderts an dieser Grenze kristallisierte, war zwischen dem Winter 1938/39, als der spanische Krieg mit dem Sieg Francisco Francos endete, und den Jahren 1940/41, bevor im Sommer 1941 die systematische Vernichtung der europ{\"a}ischen Juden begann.}, language = {de} }