@article{Gramlich2016, author = {Gramlich, Johannes}, title = {Kunst und Materie. Dinghistorische Perspektiven auf den internationalen Kunstmarkt im 20. Jahrhundert}, journal = {Zeithistorische Forschungen - Studies in Contemporary History}, volume = {13}, number = {3}, publisher = {ZZF - Centre for Contemporary History: Zeithistorische Forschungen}, address = {Potsdam}, doi = {10.14765/zzf.dok-1382}, pages = {404 -- 425}, year = {2016}, abstract = {Wie wirkte sich die materielle Beschaffenheit von Kunstgegenst{\"a}nden auf den Kunstmarkt und seine Akteure aus? Alarmiert durch den schlechten Zustand, in dem sich die {\"o}ffentlichen Kunstsammlungen pr{\"a}sentierten, entwickelte sich seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert ein naturwissenschaftlich-technologischer Fachbereich zur Analyse von Kunstmaterialien, der durch stete Innovationen bis heute dynamisch geblieben ist. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse steigerten den Aufwand immens, der betrieben wurde, um Kunstwerke sachgerecht unterzubringen, zu versorgen und zu transportieren. Folglich beeinflussten sie auch die Sichtbarkeit und den {\"o}konomischen Wert von Werken bildender Kunst. Die naturwissenschaftlichen Untersuchungsmethoden unterst{\"u}tzten zudem die Authentifizierung. Damit verringerten sie den Bestand anerkannter Originalwerke und vergr{\"o}ßerten zugleich die Sicherheit bei Kaufentscheidungen. Da sie dem Wahrnehmungsapparat der Menschen in dieser Frage teilweise {\"u}berlegen waren, ersch{\"u}tterten die neuen Technologien das menschliche Selbstverst{\"a}ndnis dabei grundlegend. Eindeutige Urteile ließen auch die naturwissenschaftlichen Befunde allerdings l{\"a}ngst nicht immer zu.}, language = {de} }