@article{Samida2016, author = {Samida, Stefanie}, title = {Materielle Kultur - und dann? Kulturwissenschaftliche Anmerkungen zu einem aktuellen Trend in der Zeitgeschichtsforschung}, journal = {Zeithistorische Forschungen - Studies in Contemporary History}, volume = {13}, number = {3}, publisher = {ZZF - Centre for Contemporary History: Zeithistorische Forschungen}, address = {Potsdam}, doi = {10.14765/zzf.dok-1393}, pages = {506 -- 514}, year = {2016}, abstract = {Nachdem das Interesse an Dingen und damit an Materieller Kultur im Forschungsalltag mancher Disziplinen lange Zeit eher gering war, erlebt die Auseinandersetzung mit Dingen seit etlichen Jahren auch in der deutschsprachigen Wissenschaftslandschaft eine Renaissance. Das gilt nicht nur f{\"u}r F{\"a}cher, die sich schon seit jeher mit Materieller Kultur besch{\"a}ftigen - etwa die arch{\"a}ologischen Wissenschaften, die Ethnologie und die Volkskunde/Europ{\"a}ische Ethnologie -, sondern zunehmend auch f{\"u}r solche Wissenschaften, deren genuiner Forschungsgegenstand keine materiellen Hinterlassenschaften sind, wie die Geschichtswissenschaft, die Philosophie, die Germanistik und verschiedene sozialwissenschaftliche F{\"a}cher. Zu denjenigen F{\"a}chern, die die Dinge f{\"u}r sich entdeckt haben, geh{\"o}rt seit wenigen Jahren auch die Zeitgeschichtsforschung. Auf den ersten Blick mag das zunehmende Interesse verwundern, verf{\"u}gt die Zeitgeschichte doch {\"u}ber andere Quellenarten (Schriftdokumente, audiovisuelle Quellen, m{\"u}ndliche Zeugnisse), die deutlich mehr Aussagekraft als gegenst{\"a}ndliche Objekte zu haben scheinen. Den Dingen wird von der Zeitgeschichtsforschung heute offenbar ein Erkenntniswert zugemessen - bef{\"o}rdert unter anderem auch durch die Studien Bruno Latours und seine Akteur-Netzwerk-Theorie (ANT) -, der ihnen zuvor abgesprochen bzw. nicht zuerkannt worden war.}, language = {de} }