@article{AndresenSiegfried2016, author = {Andresen, Knud and Siegfried, Detlef}, title = {Apartheid und westeurop{\"a}ische Reaktionen. Eine Einf{\"u}hrung}, journal = {Zeithistorische Forschungen - Studies in Contemporary History}, volume = {13}, number = {2}, publisher = {ZZF - Centre for Contemporary History: Zeithistorische Forschungen}, address = {Potsdam}, doi = {10.14765/zzf.dok-1398}, pages = {195 -- 209}, year = {2016}, abstract = {Die s{\"u}dafrikanische Apartheid ist zum Bestandteil des »kollektiven Ged{\"a}chtnisses« nationaler und transnationaler Erinnerungskulturen geworden. Dies betrifft nicht allein die Ereignisse in S{\"u}dafrika selbst, sondern auch die weltweiten Diskussionen {\"u}ber den Umgang mit der Apartheid, die in den Vereinten Nationen und anderen internationalen Organisationen ebenso wie in einzelnen L{\"a}ndern gef{\"u}hrt wurden. Die seit den 1960er-Jahren zunehmende weltweite {\"A}chtung der Apartheid als rassistisches Regime hing zusammen mit einem Anwachsen von Anti-Apartheid-Bewegungen in zahlreichen L{\"a}ndern und neuen Legitimationen westlicher Außenpolitiken. Von den sowjetisch kontrollierten, aber auch skandinavischen L{\"a}ndern wurden die Befreiungsbewegungen - vor allem der African National Congress (ANC) - materiell unterst{\"u}tzt. Die Auseinandersetzungen {\"u}ber Apartheid und den Umgang mit einem Land, in dem Menschenrechtsverletzungen gesetzlich abgesichert waren, trugen in einem erheblichen Maße zur Etablierung der Menschenrechte als international verbindlicher Norm bei. Das Thema Apartheid bietet die M{\"o}glichkeit, transnationale Verflechtungen und gesellschaftliche Wahrnehmungen vertiefend auszuloten sowie die Bedeutung der 1970er- und 1980er-Jahre f{\"u}r die Ausbildung einer »reflexiven Moderne« zu erkunden.}, language = {de} }