@article{Andresen2016, author = {Andresen, Knud}, title = {Moralische {\"O}konomie. Bundesdeutsche Automobilunternehmen und Apartheid}, journal = {Zeithistorische Forschungen - Studies in Contemporary History}, volume = {13}, number = {2}, publisher = {ZZF - Centre for Contemporary History: Zeithistorische Forschungen}, address = {Potsdam}, doi = {10.14765/zzf.dok-1400}, pages = {231 -- 253}, year = {2016}, abstract = {Rund 50 bundesdeutsche Unternehmen hatten w{\"a}hrend der Apartheid eigene Produktionsst{\"a}tten in S{\"u}dafrika. Wie legitimierten diese Unternehmen ihr Engagement? Nachdem gegen{\"u}ber der Situation der schwarzen Bev{\"o}lkerungsmehrheit lange eine Ignoranz vorgeherrscht hatte, wurde ab den 1970er-Jahren die Verbesserung der Arbeitsbedingungen schwarzer Besch{\"a}ftigter ein erkl{\"a}rtes Ziel - als Folge {\"o}konomischer Probleme (wie dem Fachkr{\"a}ftemangel) und eines steigenden politischen Drucks durch Kirchen und Gewerkschaften in der Bundesrepublik. Seit 1977 bildete der »Code of Conduct«, den die Europ{\"a}ische Gemeinschaft erließ, einen institutionellen Rahmen f{\"u}r die Menschenrechte aller Besch{\"a}ftigten. Im zerfallenden Apartheid-Staat forderten westdeutsche Unternehmen w{\"a}hrend der 1980er-Jahre politische Reformen und etablierten mit den schwarzen Gewerkschaften stabile Verhandlungsbeziehungen. Anhand des Volkswagen-Konzerns und seiner Tochtergesellschaft Volkswagen of South Africa (VWoSA) wird dieser Prozess nachgezeichnet. Der Konflikt um die Apartheid z{\"a}hlt zu den Ausgangspunkten f{\"u}r die heutige Corporate Social Responsibility multinationaler Konzerne, mit der soziale Normen und Verpflichtungen auch f{\"u}r Tochterunternehmen festgeschrieben werden.}, language = {de} }