@article{Brandes2015, author = {Brandes, S{\"o}ren}, title = {»Free to Choose«. Die Popularisierung des Neoliberalismus in Milton Friedmans Fernsehserie (1980/90)}, journal = {Zeithistorische Forschungen - Studies in Contemporary History}, volume = {12}, number = {3}, publisher = {ZZF - Centre for Contemporary History: Zeithistorische Forschungen}, address = {Potsdam}, doi = {10.14765/zzf.dok-1434}, pages = {526 -- 533}, year = {2015}, abstract = {In einem engen, stickigen Kellerraum irgendwo in Rochester, New York, klingeln die Telefone, es ist viel zu tun. Von {\"u}berallher laufen Auftr{\"a}ge ein, denn die Firma P.H. Brennan Hand Delivery, die hier ihren Sitz hat, prosperiert. Pat Brennan, eine kleine, schm{\"a}chtige Frau, die entschlossen in die Kamera blickt, ist die Gr{\"u}nderin der kleinen Firma. Die Kamera zeigt, wie sie als Zustellerin, mit Briefen beladen, zu Fuß durch Rochester l{\"a}uft. Hinter ihr droht das große, einsch{\"u}chternde Geb{\"a}ude des United States Post Office. Ganz {\"a}hnliche Hochh{\"a}user waren in dieser Serie schon fr{\"u}her zu sehen: In ihrer schieren Massivit{\"a}t visualisieren sie sehr genau das, was Milton Friedman, der die Geschichte aus dem Off kommentiert, big government nennt. Big government n{\"a}mlich zerst{\"o}rt wenig sp{\"a}ter Pat Brennans prosperierendes Kleinunternehmen. In den USA des Jahres 1978 ist die Post ein gesetzlich gesichertes Staatsmonopol. Brennan Hand Delivery muss deshalb schließen, nach einem auch gerichtlich ausgetragenen Kampf gegen die Regierung. Die letzte Kameraeinstellung zeigt den Kellerraum, der die Firma beherbergte, still, leer und verlassen. Diesen Kampf gegen Goliath hat David verloren.}, language = {de} }