@article{Reinecke2014, author = {Reinecke, Christiane}, title = {Am Rande der Gesellschaft? Das M{\"a}rkische Viertel - eine West-Berliner Großsiedlung und ihre Darstellung als urbane Problemzone}, journal = {Zeithistorische Forschungen - Studies in Contemporary History}, volume = {11}, number = {2}, publisher = {ZZF - Centre for Contemporary History: Zeithistorische Forschungen}, address = {Potsdam}, doi = {10.14765/zzf.dok-1486}, pages = {212 -- 234}, year = {2014}, abstract = {Warum wurde eine West-Berliner Großsiedlung weit {\"u}ber die Grenzen der Stadt hinaus zum viel zitierten Beispiel einer fehlgeschlagenen Stadtplanung und sozialer Probleme? In den Jahren um 1970 erschien eine beeindruckende Zahl an Zeitungsartikeln, Filmen und wissenschaftlichen Studien, die sich mit dem M{\"a}rkischen Viertel befassten - einer Großsiedlung, die von 1963 bis 1974 am n{\"o}rdlichen Stadtrand West-Berlins entstand. Der Aufsatz folgt der diskursiven Herstellung des Viertels als urbaner Problemzone. Er zeigt, wie darin eine Desillusionierung {\"u}ber die urbane Moderne zum Ausdruck kam, die eng verkn{\"u}pft war mit der Sorge um eine neue Schicht von desintegrierten Randst{\"a}ndigen. Durch ihre Forschungs-, Sozial- und Medienarbeit wirkten in erster Linie Angeh{\"o}rige eines linksalternativen Milieus, das in West-Berlin besonders aktiv war, auf die mediale Darstellung des Viertels ein. In ihrem Bem{\"u}hen, gesellschaftliche Missst{\"a}nde aufzudecken, trugen sie unfreiwillig zu der nachhaltigen Abwertung des Quartiers bei. Dessen Image war verbunden mit der Suche nach alternativen Beschreibungen der »R{\"a}nder« der Gesellschaft angesichts einer sich aufl{\"o}senden traditionellen »Arbeiterklasse«.}, language = {de} }