@article{Schwarz2011, author = {Schwarz, Michael}, title = {„Er redet leicht, schreibt schwer". Theodor W. Adorno am Mikrophon}, journal = {Zeithistorische Forschungen - Studies in Contemporary History}, volume = {8}, number = {2}, publisher = {ZZF - Centre for Contemporary History: Zeithistorische Forschungen}, address = {Potsdam}, doi = {10.14765/zzf.dok-1654}, pages = {286 -- 294}, year = {2011}, abstract = {Adorno als Redner und Sprecher - das ist ein zeitgeschichtlich brachliegendes Feld. Noch gibt es keine Monographie, die sein m{\"u}ndliches Wirken in der {\"O}ffentlichkeit genauer erkundet. Die folgenden {\"U}berlegungen stehen im Zusammenhang mit einem Publikationsprojekt, das diesem Desiderat begegnen soll - auf der Basis der schriftlichen und akustischen Quellen im Theodor W. Adorno Archiv. Das Rundfunkstudio und der Vortragssaal geh{\"o}rten zu Adornos wichtigsten Wirkungsst{\"a}tten. Er hatte mehr H{\"o}rer als Leser, und seine Auditorien waren umfassender als sein Lesepublikum. Durch das Radio konnte er seinen Wirkungskreis vervielfachen, also Zehntausende, mitunter wohl auch Hunderttausende erreichen. Adorno war sich dieser Verh{\"a}ltnisse durchaus bewusst, zeigte aber die Neigung, seine m{\"u}ndlichen Aktivit{\"a}ten als Nebensachen darzustellen. Sie hing mit seinem schriftstellerischen Selbstverst{\"a}ndnis zusammen. Dagegen verlangt eine zeithistorische Einsch{\"a}tzung seines Wirkens, in Adorno nicht nur den Autor zu sehen, sondern zugleich den {\"o}ffentlichen Redner und Sprecher - seine intellektuelle Praxis also nicht auf das Schreiben zu verengen. Wenn man von Adornos „Ausstrahlung" in der Bundesrepublik sprechen will, dann gen{\"u}gt es nicht, auf die F{\"u}lle seiner Essays und B{\"u}cher hinzuweisen.}, language = {de} }