@article{RungeVowinckel2020, author = {Runge, Evelyn and Vowinckel, Annette}, title = {Es bleibt kompliziert. Israel, Pal{\"a}stina und die deutsche Zeitgeschichte}, journal = {Zeithistorische Forschungen - Studies in Contemporary History}, volume = {16}, number = {3}, publisher = {ZZF - Centre for Contemporary History: Zeithistorische Forschungen}, address = {Potsdam}, doi = {10.14765/zzf.dok-1721}, pages = {421 -- 441}, year = {2020}, abstract = {Geographisch und kulturell scheint der Nahe Osten von Deutschland weit entfernt zu sein. Historisch betrachtet ist dies ein Trugschluss, denn die dort virulenten Konflikte sind eng verflochten mit der europ{\"a}ischen Kolonialgeschichte, der Geschichte des Nationalsozialismus und der deutsch-deutschen Nachkriegsgeschichte. Im Alltag sind sowohl der Nahostkonflikt als auch Frieden im Kleinen heute in vielf{\"a}ltiger Weise pr{\"a}sent: W{\"a}hrend sich in Deutschland antisemitische und antizionistische, aber auch antimuslimische Angriffe h{\"a}ufen, serviert das von einem j{\"u}dischen und einem arabischen Israeli gemeinsam betriebene Berliner Restaurant Kanaan im Prenzlauer Berg »Hummus zur V{\"o}lker­verst{\"a}ndigung«. Das von Daniel Barenboim und Edward Said 1999 in Weimar gegr{\"u}ndete West-Eastern Divan Orchestra, parit{\"a}tisch mit israelischen und arabischen Musiker*innen besetzt, existiert nunmehr seit 20 Jahren und hat einen seiner Arbeitsschwerpunkte in Berlin. Unter den Menschen wiederum, die seit Beginn des B{\"u}rgerkrieges in Syrien nach Deutschland kamen, sind nicht wenige Nachfahren von Pal{\"a}stinenser*innen, die im Kontext der israelischen Staatsgr{\"u}ndung aus dem ehemaligen britischen Mandatsgebiet fl{\"u}chteten oder vertrieben wurden.}, language = {de} }