@article{Toepfer2020, author = {Toepfer, Georg}, title = {Diversit{\"a}t. Historische Perspektiven auf einen Schl{\"u}sselbegriff der Gegenwart}, journal = {Zeithistorische Forschungen - Studies in Contemporary History}, volume = {17}, number = {1}, publisher = {ZZF - Centre for Contemporary History: Zeithistorische Forschungen}, address = {Potsdam}, doi = {10.14765/zzf.dok-1767}, pages = {130 -- 144}, year = {2020}, abstract = {Der Begriff »Diversit{\"a}t« hat in den letzten Jahrzehnten eine erstaunliche Verbreitung erfahren. Traditionell bezeichnete das Wort nur einen Zustand der Verschiedenheit; in der Gegenwart erscheint es in vielen Kontexten, um dessen Gegenteil zu erreichen: Das Wort meint Verschiedenheit und zielt auf Gleichheit. Schulen und Universit{\"a}ten regeln Chancengleichheit im Namen von Diversit{\"a}t, Unternehmen formen eine heterogene Belegschaft mittels eines »Diversit{\"a}tsmanagements«, und Migrationsbewegungen haben die alte Debatte um den Multikulturalismus wieder belebt. Durch seine vielseitige Anschlussf{\"a}higkeit ist Diversit{\"a}t zu einem popul{\"a}ren und meist positiv besetzten Begriff geworden, der theoretisch jedoch weithin unterbestimmt blieb. Seine Paradoxie besteht in der Kollektivierung von Individuen zu homogenen Gruppen bei gleichzeitiger Pluralisierung dieser Gruppen zu nebeneinanderstehenden Einheiten - ausdr{\"u}cklich ohne eine umfassende Universalisierung anzustreben.}, language = {de} }