@article{Homberg2020, author = {Homberg, Michael}, title = {Computerliebe. Die Anf{\"a}nge der elektronischen Partnervermittlung in den USA und in Westeuropa}, journal = {Zeithistorische Forschungen - Studies in Contemporary History}, volume = {17}, number = {1}, publisher = {ZZF - Centre for Contemporary History: Zeithistorische Forschungen}, address = {Potsdam}, doi = {10.14765/zzf.dok-1771}, pages = {36 -- 62}, year = {2020}, abstract = {Lange vor der {\"A}ra des Online-Datings begannen Heiratsagenturen und Partnerschaftsvermittlungen in den USA und in Europa den Computer einzusetzen, um die M{\"a}rkte der »einsamen Herzen« zu erobern. Der Beitrag untersucht die Geschichte dieser elektronischen Kontaktvermittlung zwischen den 1950er- und den 1980er-Jahren. Wie {\"a}nderten sich Vorstellungen von Liebe, Partnerschaft und Ehe im Zeitalter der »technokratischen Hochmoderne«? Und welche Rolle spielte der Computer dabei als »Elektronen-Amor« und »Matchmaking Machine«? Schon kurz nach dem Zweiten Weltkrieg avancierte der Rechner zum »wissenschaftlichen« Werkzeug einer Optimierung des Privaten. Dabei reflektierte die Geschichte der elektronischen Partnervermittlung - von der »Eheanbahnung« bis zum »Single-Dating« - einen tiefgreifenden soziokulturellen Wandel. Allerdings gab es zugleich eine erstaunliche Persistenz tradierter Werte und Muster des Kennenlernens. So er{\"o}ffnete das Computer-Dating einerseits gerade f{\"u}r Frauen neue Wege der Partnerwahl. Andererseits (re)produzierte es soziale, {\"o}konomische, religi{\"o}se und kulturelle Trennlinien der Gesellschaft. Die »Algorithmen der Liebe« suchten vornehmlich nach {\"U}bereinstimmungen; sie schrieben dabei konventionelle Geschlechterbilder und soziale Rollenzuweisungen fort.}, language = {de} }