@article{Engell2010, author = {Engell, Lorenz}, title = {„Virtual History". Geschichte als Fernsehen}, journal = {Zeithistorische Forschungen - Studies in Contemporary History}, volume = {6}, number = {3}, publisher = {ZZF - Centre for Contemporary History: Zeithistorische Forschungen}, address = {Potsdam}, doi = {10.14765/zzf.dok-1808}, pages = {391 -- 412}, year = {2010}, abstract = {Der Artikel widmet sich aus medienwissenschaftlicher Perspektive der „televisiven Historiographie" und speziell dem Format „Virtual History", welches der Sender „Discovery Channel" entwickelt hat. Dieses Sendeformat versucht mittels aufw{\"a}ndiger digitaler Techniken, Bildmaterial von historischen Ereignissen neu zu produzieren, das dennoch einer historischen „Realit{\"a}t" entsprechen soll und als „authentisch" deklariert wird. Ausgehend von der Annahme, dass das Fernsehen generell weniger dem Authentischen als dem Falschen und der Verf{\"a}lschung verpflichtet ist, fragt der Artikel nach der „Indexikalit{\"a}t" virtueller digitaler Fernsehbilder. Im Anschluss an Maurice Halbwachs' Unterscheidung von Geschichte und Ged{\"a}chtnis wird die These entwickelt, dass der klassische Film mit der Konstitutionslogik der Geschichte korrespondiert, w{\"a}hrend das Fernsehen ein paradoxes Ged{\"a}chtnismedium ist: Indem es {\"u}berall dabei (gewesen) sein will, unterl{\"a}uft es die operative Ged{\"a}chtnisfunktion, zwischen Erinnern und Vergessen zu unterscheiden.}, language = {de} }