@article{Eifert2010, author = {Eifert, Christiane}, title = {Antisemit und Autok{\"o}nig. Henry Fords Autobiographie und ihre deutsche Rezeption in den 1920er-Jahren}, journal = {Zeithistorische Forschungen - Studies in Contemporary History}, volume = {6}, number = {2}, publisher = {ZZF - Centre for Contemporary History: Zeithistorische Forschungen}, address = {Potsdam}, doi = {10.14765/zzf.dok-1827}, pages = {209 -- 229}, year = {2010}, abstract = {Henry Ford gilt als ein Symbol der Moderne - er gab einer kapitalistischen Wirtschaftsform, dem Fordismus, den Namen. Fords Prominenz ist nicht zuletzt auf zwei B{\"u}cher zur{\"u}ckzuf{\"u}hren, die nach dem Ersten Weltkrieg unter seinem Namen erschienen und breit rezipiert wurden: „Der internationale Jude" sowie „Mein Leben und Werk". Beide B{\"u}cher verdanken sich Fords politischem Ehrgeiz und wurden als Vorschl{\"a}ge zur Gesellschaftsreform diskutiert. Ein Kernelement des Ford'schen Programms war massiver Antisemitismus: Erst eine auf der Betriebsgemeinschaft aufgebaute Gesellschaft ohne H{\"a}ndler, Bankiers und Intellektuelle - die mit Juden gleichgesetzt wurden - k{\"o}nne gerecht sein. Die Rezeption dieser Gesellschaftsvision in deutschsprachigen Zeitschriften der 1920er-Jahre legt die breite Akzeptanz von Antisemitismus und autorit{\"a}ren Strukturen offen. W{\"a}hrend Ford seinen Antisemitismus nie verbarg, wird er auch in der seit 1945 gef{\"u}hrten Diskussion {\"u}ber Fordismus nur als „Autok{\"o}nig" gesehen.}, language = {de} }