@article{Kleßmann2009, author = {Kleßmann, Christoph}, title = {„Deutschland einig Vaterland"? Politische und gesellschaftliche Verwerfungen im Prozess der deutschen Vereinigung}, journal = {Zeithistorische Forschungen - Studies in Contemporary History}, volume = {6}, number = {1}, publisher = {ZZF - Centre for Contemporary History: Zeithistorische Forschungen}, address = {Potsdam}, doi = {10.14765/zzf.dok-1839}, pages = {85 -- 104}, year = {2009}, abstract = {Deutschlands Einheit treibt rund 20 Jahre nach ihrer Sturzgeburt seltsame Bl{\"u}ten. Lobeshymnen und Jubelfeiern wechseln sich immer noch mit deprimierenden Bilanzen ab. Bl{\"u}hende Landschaften gibt es, und zwar gar nicht so wenige, aber fl{\"a}chendeckend sind sie nicht geworden. Umso heftiger ist der Groll bei den tats{\"a}chlichen und vermeintlichen Verlierern. Er grummelt unter der Oberfl{\"a}che, wagt sich aber kaum an die {\"O}ffentlichkeit. Die im Dunkeln sieht man nicht. Die Linkspartei profitiert davon. Regelm{\"a}ßig erhobene Umfragen differieren zwar erheblich, bringen aber nur in seltenen F{\"a}llen wirklich erfreuliche Ergebnisse. Der Journalist Michael J{\"u}rgs, ein kontinuierlicher Beobachter der Entwicklung mit spitzer Feder, kommt dennoch in seiner Bilanz der Einheit von 2008 zu dem launigen Ergebnis: „Da es inzwischen sogar in Oberammergau keine Sensation mehr ist, wenn ein Kellner s{\"a}chselt, l{\"a}sst sich vermuten, dass die Einheit beim Volk angekommen ist." Die Geschichte der Einheit ist zwar mittlerweile vielfach und ausf{\"u}hrlich dargestellt worden; ob sich die damit verbundenen Probleme tats{\"a}chlich auf so unspektakul{\"a}re Weise erledigt haben, wie J{\"u}rgs suggeriert, ist jedoch fraglich.}, language = {de} }