@article{BaberowskiDabagGerlachetal.2009, author = {Baberowski, J{\"o}rg and Dabag, Mihran and Gerlach, Christian and Kundrus, Birthe and Weitz, Eric D.}, title = {NS-Forschung und Genozidforschung}, journal = {Zeithistorische Forschungen - Studies in Contemporary History}, volume = {5}, number = {3}, publisher = {ZZF - Centre for Contemporary History: Zeithistorische Forschungen}, address = {Potsdam}, doi = {10.14765/zzf.dok-1851}, pages = {413 -- 437}, year = {2009}, abstract = {Noch immer liegen NS- und Genozidforschung weit auseinander - und sind zugleich doch eng miteinander verbunden. Denn zum einen bildet der Holocaust f{\"u}r die Genozidforschung bis heute die Matrix der unterschiedlichsten Typologieversuche. Zum anderen gr{\"u}ndet die These von der Singularit{\"a}t des Holocaust notwendig, obgleich meist nur implizit auf dem Vergleich mit anderen Massenmorden. Dennoch arbeiten beide Disziplinen bis heute vielfach nebeneinander her. NS-Forscher ignorieren die Forschungsergebnisse zu den {\"u}brigen V{\"o}lkermorden im 20. Jahrhundert weitgehend und perpetuieren damit die Singularit{\"a}tsthese durch den eigenen eingeengten, {\"u}berwiegend nationalgeschichtlich-deutschen Horizont. Die zahlreichen B{\"u}cher zu Genoziden basieren hingegen oft auf einem Kenntnisstand des Holocaust, der aus den 1970er-Jahren stammt, und beziehen sich damit sich auf eine g{\"a}nzlich veraltete Matrix, die wiederum die eigenen Schlussfolgerungen verzerrt.}, language = {de} }