@article{Waldenfels2008, author = {Waldenfels, Bernhard}, title = {Das Fremde denken}, journal = {Zeithistorische Forschungen - Studies in Contemporary History}, volume = {4}, number = {3}, publisher = {ZZF - Centre for Contemporary History: Zeithistorische Forschungen}, address = {Potsdam}, doi = {10.14765/zzf.dok-1896}, pages = {361 -- 368}, year = {2008}, abstract = {Das Fremde ist einerseits etwas Uraltes, andererseits etwas h{\"o}chst Aktuelles. Was das Uralte angeht, so gen{\"u}gt es, auf zwei Quellen der westlichen Kultur hinzuweisen. In Mose 2,22 heißt es: „Die Fremdlinge sollst du nicht schinden und dr{\"u}cken; denn ihr seid auch Fremdlinge in {\"A}gypten gewesen." Es ist ein Gebot, das auf eine vorherige Erfahrung hinweist, n{\"a}mlich auf das Exil, von dem das J{\"u}dische bis in die Gegenwart gezeichnet ist. Bei den Griechen tr{\"a}gt Zeus den Beinamen xenios - der Gott, der das Gastrecht sch{\"u}tzt. Wie eng Fremdheit, Gastfreundschaft und Feindschaft beieinander wohnen, zeigt sich in der schillernden Bedeutung der lateinischen W{\"o}rter hostis und hospes. Hat die Aktualit{\"a}t der Fremdheitsproblematik {\"u}berhaupt etwas mit diesen alten Traditionen zu tun? Vielleicht k{\"o}nnte das Denken des Fremden - speziell aus Sicht der Philosophie - darauf eine Antwort geben, gerade weil sich dieses Denken weder auf sicher vorhandene Traditionen st{\"u}tzt noch in Tagesfragen aufgeht.}, language = {de} }