@article{Amenda2008, author = {Amenda, Lars}, title = {Metropole, Migration, Imagination. Chinesenviertel und chinesische Gastronomie in Westeuropa 1900-1970}, journal = {Zeithistorische Forschungen - Studies in Contemporary History}, volume = {4}, number = {3}, publisher = {ZZF - Centre for Contemporary History: Zeithistorische Forschungen}, address = {Potsdam}, doi = {10.14765/zzf.dok-1901}, pages = {287 -- 310}, year = {2008}, abstract = {Die Geschichte der „Chinesenviertel" und chinesischer Migranten in europ{\"a}ischen Metropolen demonstriert, wie „Fremde" zur Gefahr f{\"u}r die nationale Arbeit und f{\"u}r die Großst{\"a}dte stilisiert wurden; sie zeigt aber auch, wie Migranten wirtschaftliche Nischen besetzen und schließlich als kulturelle Bereicherung akzeptiert werden konnten. In Hamburg pr{\"a}figurierte in der ersten H{\"a}lfte des 20. Jahrhunderts ein ausgepr{\"a}gter Hygiene-Diskurs die vehemente Ablehnung, w{\"a}hrend sich die Beh{\"o}rden in Rotterdam anfangs indifferent verhielten und die dortige Bev{\"o}lkerung in den fr{\"u}hen 1930er-Jahren durchaus Empathie mit arbeitslosen Chinesen zeigte. In London wiederum schlug die anf{\"a}ngliche Toleranz seit dem Ersten Weltkrieg in Abwehr um. Ab den 1950er- und 1960er-Jahren setzte mit dem großen Erfolg chinesischer Gastronomie eine neue Phase chinesischer Migration ein, die nun als kulinarische Bereicherung der urbanen „Konsumgesellschaft" allgemein anerkannt wurde. W{\"a}hrend ein kosmopolitischer Charakter von westeurop{\"a}ischen Metropolen seit den 1970er-Jahren als mehr oder minder selbstverst{\"a}ndlich gilt, ist die Geschichte chinesischer Migranten in Westeuropa ein gutes Beispiel f{\"u}r den langen und unebenen Weg zur multikulturellen und multiethnischen Gesellschaft.}, language = {de} }