@article{Frey2008, author = {Frey, Marc}, title = {Experten, Stiftungen und Politik. Zur Genese des globalen Diskurses {\"u}ber Bev{\"o}lkerung seit 1945}, journal = {Zeithistorische Forschungen - Studies in Contemporary History}, volume = {4}, number = {1-2}, publisher = {ZZF - Centre for Contemporary History: Zeithistorische Forschungen}, address = {Potsdam}, doi = {10.14765/zzf.dok-1917}, pages = {137 -- 159}, year = {2008}, abstract = {Der Aufsatz untersucht die weltweite Popularisierung des bev{\"o}lkerungspolitischen Diskurses und leistet damit einen Beitrag zur kritischen Historisierung gegenw{\"a}rtiger Deutungsmuster. Wie und warum entwickelte sich ein zun{\"a}chst nur von wenigen Experten als Problem wahrgenommenes Ph{\"a}nomen zu einem globalen Diskurs {\"u}ber die Gegenwart und Zukunft der Menschheit? Im Kontext von Kaltem Krieg und Dekolonisierung r{\"u}ckte das Bev{\"o}lkerungswachstum in der „Dritten Welt" in den Mittelpunkt demographischer {\"U}berlegungen. Amerikanische Stiftungen, {\"u}berzeugt von der humanit{\"a}ren und sicherheitspolitischen Relevanz des Bev{\"o}lkerungswachstums, setzten sich massiv f{\"u}r eine globale biopolitische Steuerung ein. Seit Beginn der 1960er-Jahre beeinflussten die Stiftungen und die „epistemische Gemeinschaft" der Bev{\"o}lkerungsexperten dann auch maßgeblich das Handeln der US-Regierung. Schließlich schwenkten die Vereinten Nationen um 1970 ebenfalls auf eine neo-malthusianische Politik ein. Damit entwickelte sich die Steuerung des Bev{\"o}lkerungswachstums zu einem zentralen, weithin unstrittigen, aber doch interessengeleiteten Aspekt von Weltinnenpolitik.}, language = {de} }