@article{HodenbergMoeller2020, author = {Hodenberg, Christina von and Moeller, Katrin}, title = {Die Stimmen der Alten. Die BOLSA-Forschungsdaten als Quellen der deutschen Zeitgeschichte}, journal = {Zeithistorische Forschungen - Studies in Contemporary History}, volume = {17}, number = {2}, publisher = {ZZF - Centre for Contemporary History: Zeithistorische Forschungen}, address = {Potsdam}, doi = {10.14765/zzf.dok-1944}, pages = {403 -- 421}, year = {2020}, abstract = {In den Meisternarrativen der deutschen Zeitgeschichte spielt die Jugend als Vorhut kultureller und politischer Entwicklungen eine bedeutende Rolle. Neuere Gesamtdarstellungen des 20. Jahrhunderts differenzieren jugendliche Subkulturen, Konsumgewohnheiten, Bildungswege und politische Lager ausf{\"u}hrlich. Die historische Entwicklung wird in diesen Erz{\"a}hlungen vorangetrieben durch die rechtsnationalen und antisemitischen Studenten der Weimarer Zeit, die jungen Funktion{\"a}re und Soldaten des Nationalsozialismus, die sich dem Westen zuwendenden jungen »F{\"u}nfund­vierziger«-Eliten der 1950er- und 1960er-Jahre sowie schließlich die revoltierenden Jugendlichen von »1968«. Oft sind solche Narrative mit einem Generationenmodell verkn{\"u}pft, das in Anlehnung an Karl Mannheim die Jugend als formative Phase und treibende Kraft historischer Ver{\"a}nderung versteht und diese vorwiegend als m{\"a}nnlich und intellektuell definiert. Historiker/innen definieren damit J{\"u}ngere als den geschichtlichen Akteur »Jugend« und investieren stark in die Binnendifferenzierung dieser Gruppe.}, language = {de} }