@article{K{\"o}ssler2006, author = {K{\"o}ssler, Till}, title = {Arbeiter und Demokratiegr{\"u}ndung in Westdeutschland nach 1945. Das Beispiel der kommunistischen Bewegung}, journal = {Zeithistorische Forschungen - Studies in Contemporary History}, volume = {3}, number = {2}, publisher = {ZZF - Centre for Contemporary History: Zeithistorische Forschungen}, address = {Potsdam}, doi = {10.14765/zzf.dok-1966}, pages = {188 -- 209}, year = {2006}, abstract = {Mit dem „rheinischen" Kapitalismus ist in den vergangenen Jahren auch das bundesdeutsche Modell der Sozialpartnerschaft in die Krise geraten. Dies wirft neue Fragen nach seiner Entstehung als eines westeurop{\"a}ischen Sonderfalls auf. Ein wichtiges, bisher jedoch wenig beachtetes Problem bestand in der ideellen und institutionellen Einbindung der Industriearbeiter, die der neuen bundesdeutschen Ordnung zun{\"a}chst vielfach distanziert gegen{\"u}berstanden. Anhand einer Fallstudie zur kommunistischen Bewegung im Ruhrgebiet beleuchtet der Aufsatz den mentalen und habituellen Wandel der Arbeiterschaft nach 1945 sowie die institutionellen Konsequenzen dieses Wandels. Die deutsch-deutsche Systemkonkurrenz mit dem „Arbeiterstaat" DDR hatte dabei besondere Bedeutung. Die „nationale" Deutschlandpolitik der DDR zerst{\"o}rte einerseits ungewollt das kommunistische Betriebsmilieu und f{\"o}rderte den Niedergang direkten, autonomen Betriebshandelns. Andererseits verst{\"a}rkte die kommunistische Herausforderung Bem{\"u}hungen um eine positive Einbindung der Arbeiterschaft durch Gewerkschaften, Industrie und Staat. Angesichts einer tiefsitzenden Skepsis gegen{\"u}ber der politischen Reife der Arbeiter und in Abwehr der SED-Politik erneuerte sich die gewerkschaftliche Arbeit; sie verstand sich zunehmend als institutionalisierte Konfliktbew{\"a}ltigung durch professionelle Verb{\"a}ndepolitik. Infolgedessen waren die westdeutschen Gewerkschaften nicht l{\"a}nger Weltanschauungsgemeinschaften.}, language = {de} }