@article{Eckert2006, author = {Eckert, Andreas}, title = {Predigt der Gewalt? Betrachtungen zu Frantz Fanons Klassiker der Dekolonisation}, journal = {Zeithistorische Forschungen - Studies in Contemporary History}, volume = {3}, number = {1}, publisher = {ZZF - Centre for Contemporary History: Zeithistorische Forschungen}, address = {Potsdam}, doi = {10.14765/zzf.dok-1969}, pages = {169 -- 175}, year = {2006}, abstract = {Im Gegensatz zu Teilen Asiens, wo die Unabh{\"a}ngigkeitsk{\"a}mpfe etwa in Indochina und Malaya durch langj{\"a}hrige milit{\"a}rische Auseinandersetzungen gekennzeichnet waren, kam es auf dem afrikanischen Kontinent nur in Algerien zu einem vergleichbar blutigen Dekolonisationskrieg. Das heißt freilich nicht, dass das Ende der europ{\"a}ischen Empires im Rest von Afrika ein friedlicher Prozess gewesen w{\"a}re. In der britischen Siedlerkolonie Kenia etwa mussten im Zuge des so genannten Mau-Mau-Aufstandes Tausende von Menschen ihr Leben lassen. Mehr als 1.000 Afrikaner wurden auf der Grundlage von hastig verabschiedeten Antiterrorgesetzen gehenkt, weit mehr als in jedem anderen kolonialen Konflikt einschließlich Algeriens.1 Doch es war vor allem der Algerienkrieg, welcher sich im Bewusstsein der Zeitgenossen mit sp{\"a}tkolonialer Gewalt und Gegengewalt verkn{\"u}pfte.2 Und wie kaum ein zweiter Autor hat der intensiv am algerischen Unabh{\"a}ngigkeitskampf beteiligte Frantz Fanon damalige Debatten {\"u}ber den Prozess der Dekolonisation, {\"u}ber die Berechtigung antikolonialer Gewalt sowie {\"u}ber die Zukunft der „Dritten Welt" gepr{\"a}gt.}, language = {de} }