@article{Reinkowski2006, author = {Reinkowski, Maurus}, title = {Das Osmanische Reich - ein antikoloniales Imperium?}, journal = {Zeithistorische Forschungen - Studies in Contemporary History}, volume = {3}, number = {1}, publisher = {ZZF - Centre for Contemporary History: Zeithistorische Forschungen}, address = {Potsdam}, doi = {10.14765/zzf.dok-1979}, pages = {34 -- 54}, year = {2006}, abstract = {In dem letztlich gescheiterten Bem{\"u}hen, seine Existenz zu sichern, zeigt das Osmanische Reich {\"A}hnlichkeiten zum Habsburger- und zum Zarenreich. Einen deutlich imperialen Status besaß das Osmanische Reich vor allem vom 15. bis zum 18. Jahrhundert, w{\"a}hrend der imperiale Charakter osmanischer Herrschaft im 19. und fr{\"u}hen 20. Jahrhundert weniger ausgepr{\"a}gt war. Eine islamisch-christliche Konfrontation zur Erkl{\"a}rungsgrundlage des Verst{\"a}ndnisses zwischen dem Osmanischen Reich und den anderen europ{\"a}ischen Großm{\"a}chten machen zu wollen w{\"u}rde in eine Sackgasse f{\"u}hren; so zeigte die von Sultan Abd{\"u}lhamid II. um 1900 verfolgte Option eines Panislamismus deutlich machtstrategisch-utilitaristische Z{\"u}ge. Nach wie vor wird in der internationalen Geschichtsforschung jedoch debattiert, wie die Elemente einer Gleichrangigkeit oder einer Marginalisierung des Osmanischen Reichs im Verh{\"a}ltnis zu den europ{\"a}ischen Großm{\"a}chten im sp{\"a}ten 19. und fr{\"u}hen 20. Jahrhundert zu bewerten sind. Das imperiale Erbe der Osmanen in S{\"u}dosteuropa und in den arabischen Nachfolgestaaten ist umstritten und bisher nicht ernsthaft erforscht worden; ob es zu einer Erkl{\"a}rung der heutigen Konfrontation von Islamismus und amerikanischem Imperium beitragen k{\"o}nnte, w{\"a}re noch zu untersuchen.}, language = {de} }