@article{Binz2004, author = {Binz, Roland}, title = {Wenn sogar der Kanzler weint. Die Berliner Republik und ihr „Wunder von Bern"}, journal = {Zeithistorische Forschungen - Studies in Contemporary History}, volume = {1}, number = {2}, publisher = {ZZF - Centre for Contemporary History: Zeithistorische Forschungen}, address = {Potsdam}, doi = {10.14765/zzf.dok-2061}, pages = {302 -- 309}, year = {2004}, abstract = {Angesichts des immensen Erfolgs dieses Films - 3,5 Millionen Besucher bis Ende Januar 2004 - fragen sich viele, warum der deutsche Sieg bei der Fußball-Weltmeisterschaft von 1954 nicht schon viel fr{\"u}her verfilmt worden ist. Daf{\"u}r gibt es (mindestens) drei Gr{\"u}nde. Einer hat mit dem Genre „Fußball-Film" zu tun, das in der Vergangenheit eine „imposante Schreckensbilanz" (Ulrich von Berg) an der Kinokasse verursachte - man denke etwa an den Film „Libero" von 1973, in dem immerhin Franz Beckenbauer mitspielte. Auch technische Gr{\"u}nde hatten den Regisseur S{\"o}nke Wortmann bisher von einem solchen Projekt abgehalten: Erst die heutige Computertechnik erm{\"o}glicht zum Beispiel die Animation einer Stadionatmosph{\"a}re zu vertretbaren Kosten. Hinzu kommt als drittes ein politisches Argument: In den 1970er- und 1980er-Jahren standen nationale Themenaspekte f{\"u}r die „Bonner Republik" auf dem Index politischer Korrektheit. H{\"a}tte ein Filmschaffender in der Kohl-{\"A}ra das „Wunder-von-Bern"-Sujet aufgegriffen, w{\"a}re vermutlich mit Protestdemonstrationen „Gegen Revisionismus und Nationalismus" zu rechnen gewesen - mit dem heutigen politischen F{\"u}hrungspersonal der „Berliner Republik" an der Spitze, das bekennende Gr{\"u}nen-Mitglied S{\"o}nke Wortmann eintr{\"a}chtig untergehakt.}, language = {de} }