@misc{Grieder2024, author = {Grieder, Julia Elena}, title = {Der Klang der Selbstbehauptung. Musik und Politik in der Ukraine seit 1989}, publisher = {ZZF - Leibniz-Zentrum f{\"u}r Zeithistorische Forschung: zdbooks}, address = {Potsdam}, doi = {10.14765/zzf.dok-2784}, pages = {265 -- 274}, year = {2024}, abstract = {Musik begleitete die Souver{\"a}nit{\"a}tsk{\"a}mpfe und Nationsbildungsprozesse der Ukraine im 20. und 21. Jahrhundert und brachte dabei eines der zentralen Narrative der ukrainischen Geschichte zum Klingen: die Geschichte vom langen Kampf um die Unabh{\"a}ngigkeit. Sie erz{\"a}hlt von der ukrainischen Behauptung gegen die polnisch-litauische Adelsrepublik, die Habsburgermonarchie, das russische Zarenreich und die Sowjetunion. Sch{\"u}tzen- und Rebellenlieder begleiteten die ukrainischen Befreiungsk{\"a}mpfe rund um den Ersten und Zweiten Weltkrieg. Sie sind bis heute aktuell. Ert{\"o}nten in der ersten H{\"a}lfte des Jahrhunderts patriotische Marschlieder, so {\"a}nderte sich der Klang der Musik in der zweiten. Barden- und Kobsarenmusik wurden zum Ausdruck von Dissens besonders in der Sowjetukraine, als auch in der gesamten Sowjetunion. Und auch im {\"U}bergang der Ukraine vom sowjetischen zum postsozialistischen Staat war die Musik Teil der aufflammenden zivilgesellschaftlichen, kulturellen und politischen Souver{\"a}nit{\"a}tsbewegung. Im Vorfeld des Eurovision Song Contest, den die Ukraine wegen des Krieges in Großbritannien ausrichtet, lohnt sich ein Blick zur{\"u}ck auf die Verschr{\"a}nkung von Musik und Politik in der unabh{\"a}ngigen Ukraine.}, language = {de} }