@article{Kirsch2025, author = {Kirsch, Jan-Holger}, title = {Zu diesem Heft}, journal = {Zeithistorische Forschungen - Studies in Contemporary History}, volume = {21}, number = {2}, publisher = {ZZF - Centre for Contemporary History: Zeithistorische Forschungen}, address = {Potsdam}, doi = {10.14765/zzf.dok-2944}, url = {https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:101:1-2512230057115.606611407618}, pages = {215 -- 218}, year = {2025}, abstract = {»Wir wollen leben / nicht verrecken«, lautete eine Parole bei der Großdemonstration vom 23. Januar 1948 in M{\"u}nchen, die auf dem Cover dieser Ausgabe zu sehen ist. Die außergew{\"o}hnliche D{\"u}rre des Sommers 1947 f{\"u}hrte im anschließenden Winter zu einer Ern{\"a}hrungskrise mit erheblichen sozialen und politischen Folgen, denen Victor Jaeschke in seinem Aufsatz am Beispiel der Bizone nachgeht. Die US-amerikanische und die britische Milit{\"a}rregierung im besetzten Deutschland hatten die Situation zun{\"a}chst untersch{\"a}tzt. Der Mangel an Saatgut, Futtermitteln und D{\"u}nger, an Wasser f{\"u}r Landwirtschaft, Kraftwerke und Feuerwehren sowie die schlechten Ernten des Jahres 1947 (nicht nur in Deutschland) ließen eine Hungerkatastrophe bef{\"u}rchten, schufen Verteilungskonflikte und gef{\"a}hrdeten die Legitimation der Besatzungsm{\"a}chte. Durch massive US-amerikanische Lebensmittelimporte vor allem ab Dezember 1947 konnte die Not etwas gelindert werden, aber zum Zeitpunkt der abgebildeten Demonstration war die Lage weiterhin bedrohlich. Jaeschkes Aufsatz tr{\"a}gt nicht nur Neues zur Geschichte der alliierten Besatzungspolitik in Deutschland bei. Er lenkt den Blick auch darauf, dass die Erfahrungen von »Hungerwinter« und »D{\"u}rresommer« in der fr{\"u}hen Nachkriegszeit bereits wissenschaftliche Diskussionen {\"u}ber eine m{\"o}gliche »Klimawende« in Europa ausl{\"o}sten. Wegen der offenkundigen Aktualit{\"a}t dieses Themas pl{\"a}diert er daf{\"u}r, D{\"u}rren und den politischen Umgang mit ihnen zeithistorisch breiter zu erforschen.}, language = {de} }