@article{Kl{\"o}ppel2026, author = {Kl{\"o}ppel, Ulrike}, title = {Zwischen Selbsthilfe und feministischer Sozialarbeit. Der Umgang der westdeutschen Frauenbewegung mit psychischen Gewaltfolgen in den 1980er-Jahren}, journal = {Zeithistorische Forschungen - Studies in Contemporary History}, volume = {22}, number = {1}, publisher = {ZZF - Leibniz Centre for Contemporary History: Zeithistorische Forschungen}, address = {Potsdam}, doi = {10.14765/zzf.dok-3043}, url = {https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:101:1-2607070200114.020100855931}, pages = {101 -- 124}, year = {2026}, abstract = {Der Beitrag untersucht f{\"u}r die Bundesrepublik, wie es dazu kam, dass sich der Ansatz von Frauenh{\"a}usern und Notrufen in den 1980er-Jahren von der Selbsthilfe zu feministischer Sozialarbeit verschob und dass schließlich auch therapeutische Methoden einbezogen wurden. Dieser Wandel war, so die hier vertretene These, nicht nur der Institutionalisierung und Professionalisierung der Frauenprojekte geschuldet. Ein wichtiger Faktor war auch die aufkommende feministische Auseinandersetzung mit Traumatisierung als psychischer Folge von Gewalt. Anhand von Bewegungszeitschriften und Archivquellen wird nachgezeichnet, wie die Aktivistinnen vor dem Hintergrund ihrer Kritik an ignoranten Hilfestrukturen (der Psychiatrie, Psychotherapie, Soziale Hilfen etc.) und ihrem Selbsthilfeanspruch nicht-psychiatrisierende Erkl{\"a}rungen von psychischen Beeintr{\"a}chtigungen gewaltbetroffener Frauen sowie alternative Hilfsangebote entwickelten. Damit trugen sie zu Verschiebungen der verflochtenen Normen von psychischer Gesundheit und Geschlecht und zur allm{\"a}hlichen Transformation des psychowissenschaftlichen Feldes bei.}, language = {de} }