@article{Binder2026, author = {Binder, Beate}, title = {Irren ist menschlich - immer noch! Relekt{\"u}re eines psychiatriekritischen Lehrbuches von 1978}, journal = {Zeithistorische Forschungen - Studies in Contemporary History}, volume = {22}, number = {1}, publisher = {ZZF - Leibniz Centre for Contemporary History: Zeithistorische Forschungen}, address = {Potsdam}, doi = {10.14765/zzf.dok-3049}, url = {https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:101:1-2607070200500.956301320061}, pages = {177 -- 185}, year = {2026}, abstract = {»Irren ist menschlich«: Unter diesem Titel erschien 1978 erstmals ein »Lehrbuch der Psychiatrie/Psychotherapie«, das allen gewidmet war, »die sich in der Ausbildung befinden«, »die in der Psychiatrie arbeiten« und »die sich betroffen f{\"u}hlen«. Adressiert wurde somit ein deutlich {\"u}ber das Fachpublikum hinausreichender Leser:innen­kreis, den die Autor:innen Klaus D{\"o}rner und Ursula Plog in der einf{\"u}hrenden »Gebrauchsanweisung« (S. 9-16) weiter ausbuchstabierten: Das Buch solle nicht nur durch ein anstehendes Examen helfen und dem »psychiatrisch t{\"a}tigen Leser« ein »nachdenklicheres«, »freudvolleres« Arbeiten erm{\"o}glichen, sondern »auch f{\"u}r Laien, Angeh{\"o}rige und Patienten« lesbar sein (S. 9). Grunds{\"a}tzlich solle es »den Leser privat bef{\"a}higen, mit sich und seinem Leben besser umzugehen« (ebd.). Durch diesen Anspruch {\"u}berschreitet das Lehrbuch die Grenze zwischen psychiatrischem Fachbuch und allgemeiner Ratgeberliteratur. Es reiht sich so nicht nur in Publikationen ein, die die Neuorganisation des bundesdeutschen psychiatrischen Versorgungssystems diskutierten, sondern auch in den allgemeinen »Psychoboom« der 1970er-Jahre.}, subject = {D{\"o}rner, Klaus/Plog, Ursula: Irren ist menschlich}, language = {de} }