TY - BOOK U1 - Buch ED - Völker, Florian T1 - SPUR. Eine Quellensammlung "negativ-dekadenter" Sub- und Jugendkulturen im Archiv der Jugendkulturen N2 - Trotz der Breite der internationalen Fanzine-Sammlung des Archivs der Jugendkulturen (AdJ) finden sich kaum Fanzines aus der DDR, da der SED-Staat szene-eigene Ausdrucksformen massiv unterdrückte. Mitglieder sogenannter negativ-dekadenter Szenen – ob nun Punks, Skinheads oder Gothics – nutzten daher immer wieder Fanzines aus dem Westen als Sprachrohr. Später kamen Fanzines und Zeitschriften hinzu, die in der DDR in ihren finalen Jahren sowie in der Nachwendezeit entstanden sind. In der ersten Phase des Projekts SPUR wurden rund 500 solcher »Spuren« jugend- und subkultureller Szenen aus der DDR in der archiveigenen Sammlung ausfindig gemacht, zusammengetragen und in einer Bibliografie zusammengestellt. Die Materialien dienten in der zweiten Projektphase als Basis für die vorliegende kommentierte Quellenedition. Diese spannt den Bogen von den 1970er Jahren bis hinein in die Transformationsphase nach dem Mauerfall (1989-1995) und ermöglicht erstmals einen ungefilterten Einblick in die zeitgenössische Selbstwahrnehmung der Beteiligten. Sie schließt zudem eine wesentliche Lücke in der historischen Aufarbeitung der Jugend- und Subkulturen in der DDR. Während bisher, abgesehen von wenigen Quellen aus den Archiven der DDR-Opposition, vor allem die Akten des Stasi-Unterlagen-Archivs und retrospektive Erinnerungen der Beteiligten die Forschung dominierten, rückt diese Edition die zeitgenössischen Stimmen der Akteur:innen in den Fokus. Es wird nicht nur deutlich, wie die Protagonist:innen ihre Situation damals empfanden, sondern auch, wie sie in einem repressiven System sowie in der konfliktreichen Nachwendezeit ihre eigenen Räume gestalteten. AB - Trotz der Breite der internationalen Fanzine-Sammlung des Archivs der Jugendkulturen (AdJ) finden sich kaum Fanzines aus der DDR, da der SED-Staat szene-eigene Ausdrucksformen massiv unterdrückte. Mitglieder sogenannter negativ-dekadenter Szenen – ob nun Punks, Skinheads oder Gothics – nutzten daher immer wieder Fanzines aus dem Westen als Sprachrohr. Später kamen Fanzines und Zeitschriften hinzu, die in der DDR in ihren finalen Jahren sowie in der Nachwendezeit entstanden sind. In der ersten Phase des Projekts SPUR wurden rund 500 solcher »Spuren« jugend- und subkultureller Szenen aus der DDR in der archiveigenen Sammlung ausfindig gemacht, zusammengetragen und in einer Bibliografie zusammengestellt. Die Materialien dienten in der zweiten Projektphase als Basis für die vorliegende kommentierte Quellenedition. Diese spannt den Bogen von den 1970er Jahren bis hinein in die Transformationsphase nach dem Mauerfall (1989-1995) und ermöglicht erstmals einen ungefilterten Einblick in die zeitgenössische Selbstwahrnehmung der Beteiligten. Sie schließt zudem eine wesentliche Lücke in der historischen Aufarbeitung der Jugend- und Subkulturen in der DDR. Während bisher, abgesehen von wenigen Quellen aus den Archiven der DDR-Opposition, vor allem die Akten des Stasi-Unterlagen-Archivs und retrospektive Erinnerungen der Beteiligten die Forschung dominierten, rückt diese Edition die zeitgenössischen Stimmen der Akteur:innen in den Fokus. Es wird nicht nur deutlich, wie die Protagonist:innen ihre Situation damals empfanden, sondern auch, wie sie in einem repressiven System sowie in der konfliktreichen Nachwendezeit ihre eigenen Räume gestalteten. KW - Deutschland (DDR) KW - Deutschland (Östliche Länder) KW - Archiv der Jugendkulturen KW - Subkultur KW - Jugendkultur KW - Quelle Y1 - 2026 UN - https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:101:1-2608040156365.584891443461 U6 - https://doi.org/10.14765/zzf.dok-3084 DO - https://doi.org/10.14765/zzf.dok-3084 UR - https://www.zdbooks.de/spur-2026/voelker-adj-spur SP - 138 PB - Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung (ZZF): zdbooks CY - Potsdam ER -