TY - BOOK U1 - Buch A1 - Lettang, Thomas T1 - Wärmepolitik zwischen Ölkrisen und Klimawandel. Die staatliche Regulierung des energiesparenden Heizens in der Bundesrepublik Deutschland 1970-1995 N2 - Der Blick auf die Regulierung der häuslichen Wärmeenergienutzung bietet neue Perspektiven auf das Verhältnis von Konsum, Energiepolitik und Staatlichkeit. Im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts wurde das private Heizen politisiert. Prognosen über drohende Umwelt- und Klimaschäden sowie die Knappheit der fossilen Energieressourcen führten ab den 1970er-Jahren zu einem neuen Nachdenken über das Verhältnis von Energieverbrauch und Wirtschaftswachstum. Thomas Lettang zeigt, wie ein neues staatliches Handlungsfeld der Wärmepolitik in der Bundesrepublik entstand, das einen sparsameren Umgang mit Energie fördern sollte. Denn Politiker, Wissenschaftler und Energieversorger verorteten enorme Einsparpotenziale beim Heizen der Privathaushalte. Die Umwelt- und Anti-AKW-Bewegungen forderten zudem größere Anstrengungen für eine Energiewende ohne Kernenergie. Der Autor analysiert das politische Aushandeln von Regulierungspraktiken in der Energiepolitik und damit auch den Wandel von Staatlichkeit insgesamt. So hat weniger der Marktliberalismus an Bedeutung gewonnen als vielmehr der Interventionsstaat, der private Konsummuster und Technologien zu regulieren versuchte. Im Zentrum stand die Frage, die noch heute die politischen Debatten prägt: Sind rechtliche Verbote, moralische Gebote oder ökonomische Anreize legitim und geeignet, um den Energieverbrauch, das Heizverhalten und den Wärmeschutz zu verändern? AB - Der Blick auf die Regulierung der häuslichen Wärmeenergienutzung bietet neue Perspektiven auf das Verhältnis von Konsum, Energiepolitik und Staatlichkeit. Im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts wurde das private Heizen politisiert. Prognosen über drohende Umwelt- und Klimaschäden sowie die Knappheit der fossilen Energieressourcen führten ab den 1970er-Jahren zu einem neuen Nachdenken über das Verhältnis von Energieverbrauch und Wirtschaftswachstum. Thomas Lettang zeigt, wie ein neues staatliches Handlungsfeld der Wärmepolitik in der Bundesrepublik entstand, das einen sparsameren Umgang mit Energie fördern sollte. Denn Politiker, Wissenschaftler und Energieversorger verorteten enorme Einsparpotenziale beim Heizen der Privathaushalte. Die Umwelt- und Anti-AKW-Bewegungen forderten zudem größere Anstrengungen für eine Energiewende ohne Kernenergie. Der Autor analysiert das politische Aushandeln von Regulierungspraktiken in der Energiepolitik und damit auch den Wandel von Staatlichkeit insgesamt. So hat weniger der Marktliberalismus an Bedeutung gewonnen als vielmehr der Interventionsstaat, der private Konsummuster und Technologien zu regulieren versuchte. Im Zentrum stand die Frage, die noch heute die politischen Debatten prägt: Sind rechtliche Verbote, moralische Gebote oder ökonomische Anreize legitim und geeignet, um den Energieverbrauch, das Heizverhalten und den Wärmeschutz zu verändern? T3 - Geschichte der Gegenwart - 44 KW - Deutschland Bundesrepublik KW - Deutschland KW - Regulierung KW - Energiepolitik KW - Geschichte 1970-1995 Y1 - 2026 SN - 978-3-8353-6175-1 (Print) SB - 978-3-8353-6175-1 (Print) SN - 978-3-8353-8223-7 (Open Access) SB - 978-3-8353-8223-7 (Open Access) UN - https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:101:1-2609150208380.844844634555 U6 - https://doi.org/10.46500/83536175 DO - https://doi.org/10.46500/83536175 SP - 467 PB - Wallstein Verlag CY - Göttingen ER -