@incollection{Hachtmann2017, author = {Hachtmann, R{\"u}diger}, title = {„Neue Staatlichkeit" — {\"U}berlegungen zu einer systematischen Theorie des NS-Herrschaftssystems und ihrer Anwendung auf die mittlere Ebene der Gaue}, booktitle = {Die NS-Gaue - regionale Mittelinstanzen im zentralistischen ‚F{\"u}hrerstaat'}, editor = {John, J{\"u}rgen and M{\"o}ller, Horst and Schaarschmidt, Thomas}, publisher = {Oldenbourg}, address = {M{\"u}nchen}, doi = {10.14765/zzf.dok.1.849}, publisher = {Leibniz-Zentrum f{\"u}r Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF) - Leibniz Centre for Contemporary History Potsdam (ZZF)}, pages = {56 -- 79}, year = {2017}, abstract = {In der Forschung zum "Dritten Reich" wird h{\"a}ufig von "Verwaltungskonfusion", Zerr{\"u}ttung und Zerfall des Staates gesprochen, von Chaos, allgemeinem Wirrwarr, "Desorganisation" oder "irrationalen Organisationsformen", so dass man sich verwundert die Augen reibt und fragt, wie dieser angebliche 'Nicht-Staat' innerhalb kurzer Zeit einen rasanten wirtschaftlichen Aufschwung induzieren und schließlich fast sechs Jahre lang einen Weltkrieg gegen mindestens {\"o}konomisch weit {\"u}berlegene Gegner f{\"u}hren konnte. Tats{\"a}chlich ist das Diktum von Zerfall des Staates zu kurz gegriffen. Was sich aufl{\"o}ste, war der klassisch-moderne Staat - der Staat mit mindestens im Groben verfassungsrechtlich wie politisch-praktisch abgekl{\"a}rten, auf Dauer angelegten arbeitsteiligen Kompetenzen zwischen den Institutionen, mit rechtsf{\"o}rmig geregelten, {\"u}berpers{\"o}nlichen Verwaltungsg{\"a}ngen, mit eindeutigen und vergleichsweise festgef{\"u}gten, also nur begrenzt fluiden Hierarchien. Diese Form der Staatlichkeit l{\"o}ste sich auf. Was in Deutschland 1936, 1939 oder 1941 existierte, waren jedoch nicht lediglich staatliche Tr{\"u}mmer. Es bildete sich vielmehr eine neue, ganz eigenartige politische Struktur heraus, eine neue Variante von Staatlichkeit, die nur sehr begrenzt Vorbilder kannte. Um diese neue Staatlichkeit geht es im folgenden.}, language = {de} }