@incollection{Hachtmann2017, author = {Hachtmann, R{\"u}diger}, title = {Die Macht des Ger{\"u}chts in der Revolution von 1848 - Das Berliner Beispiel}, booktitle = {Geschichte und Emanzipation. Festschrift f{\"u}r Reinhard R{\"u}rup}, editor = {Gr{\"u}ttner, Michael and Hachtmann, R{\"u}diger and Haupt, Heinz-Gerhard}, publisher = {Campus}, address = {Frankfurt am Main}, doi = {10.14765/zzf.dok.1.864}, publisher = {Leibniz-Zentrum f{\"u}r Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF) - Leibniz Centre for Contemporary History Potsdam (ZZF)}, pages = {189 -- 216}, year = {2017}, abstract = {Zweieinhalb Monate waren seit der M{\"a}rzrevolution vergangen, da wurde am Abend des 30. Mai 1848 ein auf dem Berliner Stadtschloß befestigter Gegenstand zum Objekt allgemeiner Aufmerksamkeit. Es hatte sich n{\"a}mlich »das Ger{\"u}cht allgemein verbreitet, daß an der Kuppel des K{\"o}nigl. Schlosses eine Leine und eine Stange deßhalb angebracht worden sei, um von Seiten des Ministeriums bei eintretender Gefahr damit den um Berlin stehenden Truppen ein Signal zum Einmarsch geben zu k{\"o}nnen«. Bei Nacht, so wurde gemutmaßt, sollte »eine große Laterne und bei Tag eine Fahne aufgesteckt werden«. Eine aufgeregte Menge versammelte sich vor dem Schloß und w{\"a}hlte eine Deputation, welcher zur Aufgabe gemacht wurde, der dubiosen Sache auf den Grund zu gehen. Die Abgesandten »begab(en) sich sogleich in das Schloß, um Nachricht einzuholen«, und wurden dort auch freundlich eingelassen. Um gr{\"o}ßeren Aufregungen wegen des geheimnisvollen Gegenstands vorzubeugen, stieg »Hr. Hofbaurath Schadow selbst mit den Herren auf die Kuppel«. Oben angelangt konnte der Hofbaurat seine Begleiter von der Harmlosigkeit des in Rede stehenden Gegenstandes {\"u}berzeugen. Denn die Vorrichtung, die den Anlaß zu den Ger{\"u}chten gegeben hatte, war tats{\"a}chlich »nichts weiter als ein durchaus n{\"o}thiger Blitzableiter und dessen Draht«.}, language = {de} }