@article{Reinecke2016, author = {Reinecke, Christiane}, title = {Fragen an die sozialistische Lebensweise. Empirische Sozialforschung und soziales Wissen in der SED-›F{\"u}rsorgediktatur‹}, journal = {Archiv f{\"u}r Sozialgeschichte}, volume = {50}, pages = {311 -- 334}, year = {2016}, abstract = {»Haben Sie ganz pers{\"o}nlich das Gef{\"u}hl sozialer Sicherheit f{\"u}r sich und ihre Familie? Ja? Mehr ja als nein? Mehr nein als ja?«, oder: »Ich weiß nicht?«. Mit dieser Frage begann das Institut f{\"u}r Soziologie und Sozialpolitik der Akademie der Wissenschaften 1983 eine Umfrage zum Einfluss der Sozialpolitik auf die Gew{\"a}hrleistung sozialer Sicherheit in der DDR. Die 1.261 befragten M{\"a}nner und Frauen sollten sich dazu {\"a}ußern, was soziale Sicherheit f{\"u}r sie pers{\"o}nlich bedeutete, und erkl{\"a}ren, ob sie den einzelnen B{\"u}rger, den Staat, die eigenen Kinder, die Sozialversicherung oder die Betriebe f{\"u}r die Gew{\"a}hrung derartiger Sicherheiten in der Verantwortung sahen. Sie waren aufgerufen, das soziale Sicherungssystem der DDR mit dem der Bundesrepublik zu vergleichen, und wurden daraufhin befragt, welche sozialen Gruppen k{\"u}nftig besonders gef{\"o}rdert werden sollten. Schließlich sollten sie erkl{\"a}ren, ob sie Aussagen zustimmten wie »Es gibt zu viele Leute, die unsere sozialpolitischen Maßnahmen ausnutzen, um sich Vorteile zu verschaffen« oder »Da jeder seinen Arbeitsplatz sicher weiß, l{\"a}sst die Arbeitsdisziplin zu w{\"u}nschen {\"u}brig«.}, language = {de} }