@incollection{Kohli2016, author = {Kohli, Martin}, title = {Familiale Generationenbeziehungen im Wohlfahrtsstaat}, booktitle = {Altern: Familie, Zivilgesellschaft, Politik}, editor = {Kocka, J{\"u}rgen and Kohli, Martin and Streeck, Wolfgang}, publisher = {Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft}, address = {Stuttgart}, publisher = {Leibniz-Zentrum f{\"u}r Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF) - Leibniz Centre for Contemporary History Potsdam (ZZF)}, pages = {91 -- 113}, year = {2016}, abstract = {Die Debatte {\"u}ber den Generationenvertrag hat bisher die Generationenbeziehungen in der Familie vernachl{\"a}ssigt. Geld- und Zeittransfers zwischen erwachsenen Familiengenerationen bilden eine informelle Versicherung gegen Lebenslaufrisiken (z. B. Arbeitslosigkeit oder Scheidung), eine Unterst{\"u}tzung f{\"u}r Elternschaft und eine Quelle von Pflegeleistungen f{\"u}r abh{\"a}ngige alte Menschen. Sie tragen {\"u}berdies zur Integration der Altersgruppen und Generationen in einer alterssegregierten Gesellschaft bei. Die F{\"a}higkeit der Familie, diese Leistungen zu erbringen, wird jedoch durch den {\"o}konomischen, demographischen und sozialen Wandel gef{\"a}hrdet. Auf der Grundlage des Survey of Health, Agehig and Retirement in Europe (SHARE) gibt der Beitrag eine {\"U}bersicht {\"u}ber die Struktur der Familien-Netzwerke der {\"a}lteren Europ{\"a}er, beschreibt die Transfermuster zwischen den Generationen und erkl{\"a}rt die Aktivierung von Unterst{\"u}tzung als Funktion des Eintretens von Lebenslaufrisiken. Die Ergebnisse zeigen eine hohe Verbreitung von Mehrgenerationenfamilien und einen Nettotransfer von den {\"a}lteren Eltern zu ihren erwachsenen Kindern. Im Hinblick auf Konsequenzen f{\"u}r die Politikgestaltung geht der Beitrag davon aus, dass familiale Unterst{\"u}tzung f{\"u}r die Hilfeleistenden (vor allem Frauen) kostspielig ist und zu individuellen und politischen Dilemmata f{\"u}hren kann. Politische Maßnahmen sollten neue Formen der Verbindung von Pflege- und Erwerbst{\"a}tigkeit unterst{\"u}tzen und als Generationenpolitik gestaltet werden, d. h. nicht nur auf die prim{\"a}ren Zielpersonen gerichtet sein, sondern auch auf deren Unterst{\"u}tzer.}, language = {de} }