@article{Kirsch2017, author = {Kirsch, Jan-Holger}, title = {Datenm{\"u}ll und Infosmog. {\"U}ber einige Hindernisse (kultur)wissenschaftlichen Erkenntnisgewinns heute}, journal = {Potsdamer Bulletin f{\"u}r Zeithistorische Studien}, volume = {2004}, number = {32/33}, doi = {10.14765/zzf.dok.1.1088}, pages = {9 -- 18}, year = {2017}, abstract = {In diesem Beitrag geht es nicht um (zeit)historiograpische Inhalte oder Methodenprobleme im engeren Sinne. Das Augenmerk soll vielmehr bestimmten Bedingungen gelten, die das Umfeld der Forschung ausmachen. Das abgebildete Tr{\"u}ffelschwein und wir Wissenschaftler haben zumindest eines gemeinsam - die F{\"u}lle potentiell relevanter Informationen f{\"u}r unser jeweiliges Fachgebiet {\"u}bersteigt die Aufnahmef{\"a}higkeit bei weitem. Der Literaturwissenschaftler Harald Weinrich hat das Problem folgendermaßen skizziert: „Wer heute, etwa als junger Wissenschaftler, in das Unternehmen Forschung eintritt und dabei auch das Handwerk der Informationsbeschaffung gelernt hat, sieht sich alsbald, und zwar in ausnahmslos jedem Fach und bei fast jedem Thema, einem so {\"u}berw{\"a}ltigenden Informationsangebot gegen{\"u}ber, daß er Jahre braucht, um diesen Informationsberg zu erklimmen. Oben angekommen, wo sein eigenes Suchen und Forschen beginnen k{\"o}nnte, muß er feststellen, daß inzwischen, w{\"a}hrend er den 'Stand der Forschung' erarbeitet hat, l{\"a}ngst wieder andere Berge von Materialien, die zur Kenntnis genommen werden wollen, nachgeschoben worden sind. Denn Hunderttausende von Wissenschaftlern produzieren eben Millionen von B{\"u}chern, Zeitschriftenaufs{\"a}tzen und anderen Datenangeboten, die unabsehbar weit {\"u}ber die Kapazit{\"a}t eines einzelnen Menschen hinausreichen."}, language = {de} }