@incollection{Lindenberger2017, author = {Lindenberger, Thomas}, title = {Die Diktatur der Grenzen. Zur Einleitung}, booktitle = {Herrschaft und Eigen-Sinn in der Diktatur. Studien zur Gesellschaftsgeschichte der DDR}, editor = {Lindenberger, Thomas}, publisher = {B{\"o}hlau}, address = {K{\"o}ln}, doi = {10.14765/zzf.dok.1.832}, series = {Zeithistorische Studien}, number = {12}, publisher = {Leibniz-Zentrum f{\"u}r Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF) - Leibniz Centre for Contemporary History Potsdam (ZZF)}, pages = {13 -- 44}, year = {2017}, abstract = {Von einer „Gesellschaft" der DDR zu reden, ist auch zehn Jahre nach ihrem Ende noch immer alles andere als selbstverst{\"a}ndlich. Als „Staat" war und ist sie allemal leichter auszumachen: ein Ensemble von Institutionen, Ordnungen und Verfahren in Deutschland, dessen {\"a}ußerer Bestand von einer Weltmacht garantiert wurde und das sich nicht zuletzt durch seine Entgegensetzung zur Bundesrepublik zu legitimieren suchte. Von einem totalit{\"a}ren Gestaltungswillen durchdrungen, der sich auf alle sozialen Beziehungen und Lebensbereiche auf seinem Territorium erstreckte, repr{\"a}sentierte der „Arbeiter-und-Bauern-Staat" im Selbstbild wie in der Fremdwahmehmung die historische Alternative zum b{\"u}rgerlich-liberalen Rechtsstaat in Westdeutschland. Diese Eindeutigkeit seiner Konturen begleitete ihn bis in den Untergang, der vertraglich definiert und exekutiert werden konnte. Infolge der Privatisierung staatlichen Verm{\"o}gens kann, wer will, auch den „Marktwert" dieses Staates im nachhinein bestimmen.}, language = {de} }