@incollection{Danyel2017, author = {Danyel, J{\"u}rgen}, title = {Sp{\"a}tfolgen? Der ostdeutsche Rechtsextremismus als Hypothek der DDR-Vergangenheitspolitik und Erinnerungskultur}, booktitle = {Fremde und Fremd-Sein in der DDR. Zu historischen Ursachen der Fremdenfeindlichkeit in Ostdeutschland}, editor = {Behrends, Jan C. and Lindenberger, Thomas and Poutrus, Patrice G.}, publisher = {Metropol}, address = {Berlin}, doi = {10.14765/zzf.dok.1.893}, publisher = {Leibniz-Zentrum f{\"u}r Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF) - Leibniz Centre for Contemporary History Potsdam (ZZF)}, pages = {23 -- 40}, year = {2017}, abstract = {Sind der Rechtsextremismus und die Fremdenfeindlichkeit in den neuen Bundesl{\"a}ndern auf historische Ursachen zur{\"u}ckzuf{\"u}hren, die in der autorit{\"a}r verfaßten DDR-Gesellschaft und deren defizit{\"a}rer Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit zu suchen sind? Diese Frage liegt nicht erst seit dem Sommer 2000 in der Luft, als sich die Medien mit einer wahren Sintflut an Berichten und Deutungsversuchen des Themas annahmen. Sie bescheinigten der l{\"a}ngst verblichenen DDR erneut eine weit {\"u}ber ihr Ende hinausreichende gesellschaftliche Wirkungsmacht. Der folgende Beitrag beschreibt m{\"o}gliche Problemfelder und Fragestellungen f{\"u}r einen historiographischen Forschungsansatz, der die DDR-spezifischen Wurzeln des ostdeutschen Rechtsextremismus in den Blick nimmt. Als Voraussetzung daf{\"u}r werden zun{\"a}chst die verschiedenen Phasen der {\"o}ffentlichen und wissenschaftlichen Diskussion {\"u}ber die Ursachen der rechten Gewalt in der sp{\"a}ten DDR bzw. in den neuen Bundesl{\"a}ndern einer kritischen Bilanz unterzogen und die mit ihnen verbundenen politischen Instrumentalisierungen des Themas aufgezeigt. Pl{\"a}diert wird f{\"u}r einen methodischen Zugriff, der den ostdeutschen Rechtsextremismus als Ergebnis eines Transformationsprozesses begreift, in dem die spezifischen aus der Vergangenheitspolitik und Erinnerungskultur der DDR resultierenden Konditionierungen revitalisiert werden. Letztere werden anhand der Krisensymptome des DDR-Antifaschismus in den achtziger Jahren diskutiert. In den Mittelpunkt des Interesses r{\"u}ckt dabei insbesondere die Frage nach dem mentalen Transfers zwischen den verschiedenen Generationen der DDR-Bev{\"o}lkerung vor und nach 1989.}, language = {de} }