@incollection{Rembold2017, author = {Rembold, Elfie}, title = {„Dem Eindringen westlicher Dekadenz ist entgegenzuwirken.". Jugend und die Kultur des Feindes in der DDR}, booktitle = {Fremde und Fremd-Sein in der DDR. Zu historischen Ursachen der Fremdenfeindlichkeit in Ostdeutschland}, editor = {Behrends, Jan C. and Lindenberger, Thomas and Poutrus, Patrice G.}, publisher = {Metropol}, address = {Berlin}, doi = {10.14765/zzf.dok.1.900}, publisher = {Leibniz-Zentrum f{\"u}r Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF) - Leibniz Centre for Contemporary History Potsdam (ZZF)}, pages = {193 -- 214}, year = {2017}, abstract = {Der grassierenden Fremdenfeindlichkeit auf dem Territorium der ehemaligen DDR liegt ein vielf{\"a}ltiges Ursachengeflecht zu Grunde. Ausgehend von den historischen Ursachen, die Behrends, Kuck und Poutrus anf{\"u}hren, soll hier n{\"a}her auf ihre These von der „geschlossenen Gemeinschaft" eingegangen werden. Die Autoren konstatieren ein Legitimationsdefizit der SED, das zu „einer beharrlichen Distanz vieler Menschen zum sozialistischen Staat" gef{\"u}hrt habe. Damit folgen sie jener Richtung in der Diktaturenforschung, welche die DDR-Gesellschaft nicht in den Dichotomien von Anpassung und Widerstand zu erkl{\"a}ren versucht, sondern vielmehr die Bev{\"o}lkerung in ein komplexes Beziehungsverh{\"a}ltnis zu den politischen Institutionen setzt. Ein solcher methodischer Zugriff erkennt zum einen die Ungleichgewichtigkeit der Machtverteilung an und vermeidet zum anderen die a priori moralischen Implikationen jener Geschichtsschreibung, die dem Opfer-T{\"a}ter-Denken verhaftet ist und dadurch oft dem Erkl{\"a}rungsschema der „Verf{\"u}hrung der Massen" folgt.}, language = {de} }