@incollection{Gieseke2017, author = {Gieseke, Jens}, title = {"Genossen erster Kategorie": Die hauptamtlichen Mitarbeiter des Ministeriums f{\"u}r Staatssicherheit als Elite}, booktitle = {Eliten im Sozialismus. Beitr{\"a}ge zur Sozialgeschichte der DDR}, editor = {H{\"u}bner, Peter}, publisher = {B{\"o}hlau}, address = {K{\"o}ln}, doi = {10.14765/zzf.dok.1.925}, series = {Zeithistorische Studien}, number = {15}, publisher = {Leibniz-Zentrum f{\"u}r Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF) - Leibniz Centre for Contemporary History Potsdam (ZZF)}, pages = {201 -- 240}, year = {2017}, abstract = {Keine Institution des Staates DDR hat seit dessen Zusammenbruch solche Aufmerksamkeit auf sich gezogen wie das Ministerium f{\"u}r Staatssicherheit (MfS). Bei der Aufarbeitung dieses „erschreckendsten und zugleich groteskesten Teils des SED-Herrschaftssystems" herrschte und herrscht ein erheblicher Nachholbedarf - und aufgrund der nach Art und Maß einmaligen Akten{\"o}ffnung besteht auch eine gute Chance, zu grundlegenden Wissensfortschritten {\"u}ber diesen Eckpfeiler des Staatssozialismus zu gelangen. Ihrer Genese nach steht diese Aufarbeitung in einem dezidiert politischen Kontext, der den Diskurs {\"u}ber das in der Zeitgeschichte ohnehin {\"u}bliche Maß hinaus pr{\"a}gt. Die folgende Skizze befaßt sich mit den in diesem Zusammenhang eher vernachl{\"a}ssigten hauptamtlichen Mitarbeitern, die die Funktion der Staatssicherheit als wichtigstem repressiven Instrument der Parteidiktatur praktisch ausf{\"u}hrten und die Herrschaftsinteressen gegen{\"u}ber inoffiziellen Zutr{\"a}gern und „Publikum" vermittelten und durchsetzten. Im folgenden soll untersucht werden, welchen Platz das Personal der Staatssicherheit innerhalb der soziopolitischen Gesellschaftsstruktur der DDR einnahm, inwiefern sich diese Position funktional und intentional als „elit{\"a}r" definieren l{\"a}ßt und welche besonderen Auspr{\"a}gungen das Selbstverst{\"a}ndnis der MfS-Mitarbeiter im Kontext des „kollektiven Bewußtseins" im Staats- und Parteiapparat der DDR aufwies. Zudem sollen genetische Urspr{\"u}nge und soziobiographische Grundlagen dieses Selbstbildes Umrissen und schließlich Erosionsprozesse in der Endphase der DDR in den Blick genommen werden.}, language = {de} }