@incollection{Behrends2017, author = {Behrends, Jan C.}, title = {V{\"o}lkerfreundschaft und Amerikafeindschaft. Ilja Ehrenburgs Publizistik und das Europabild des Stalinismus}, booktitle = {Europa im Ostblock. Vorstellungen und Diskurse (1945 - 1991)/Europe in the Eastern Bloc. Imaginations and Discourses (1945-1991)}, editor = {Faraldo, Jos{\´e} Mar{\´i}a and Gulińska-Jurgiel, Paulina and Domnitz, Christian}, publisher = {B{\"o}hlau}, address = {K{\"o}ln}, doi = {10.14765/zzf.dok.1.937}, series = {Zeithistorische Studien}, number = {44}, publisher = {Leibniz-Zentrum f{\"u}r Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF) - Leibniz Centre for Contemporary History Potsdam (ZZF)}, pages = {125 -- 144}, year = {2017}, abstract = {Mit Stalins „Revolution von oben" seit 1928 und dem Beginn der F{\"u}nfjahrespl{\"a}ne wandte sich die UdSSR von Europa ab. W{\"a}hrend die Bolschewiki im Jahrzehnt nach ihrer Macht{\"u}bernahme Europa revolutionieren wollten, erkl{\"a}rten sie nun die radikale Umgestaltung des eigenen Landes zur Priorit{\"a}t. Um die verschiedenen Nationen und Ethnien des Vielv{\"o}lkerreiches f{\"u}r den „Aufbau des Sozialismus" zu mobilisieren, bediente sich der Propagandastaat seit 1935 der Metapher der „Großen Freundschaft" der sowjetischen V{\"o}lker. Seit Ende der dreißiger Jahre betonte die Propaganda außerdem die Vorreiterrolle des russischen Volkes - seine Verdienste um die Revolution und seine historischen Leistungen in der Staatsbildung erhoben es zum primus inter pares, zu dem die kleineren Bruderv{\"o}lker der UdSSR in „Liebe und Dankbarkeit" aufblicken sollten. Der Diskurs der V{\"o}lkerfreundschaft war Bestandteil eines bolschewistischen Nationalismus, der die politische Kultur der Sowjetunion bis zu ihrem Ende pr{\"a}gte und die russische Gesellschaft bis in die Gegenwart beeinflusst.}, language = {de} }