@incollection{Frei2017, author = {Frei, Norbert}, title = {NS-Vergangenheit unter Ulbricht und Adenauer. Gesichtspunkte einer vergleichenden Bew{\"a}ltigungsforschung}, booktitle = {Die geteilite Vergangenheit. Zum Umgang mit Nationalsozialismus und Widerstand in beiden deutschen Staaten}, editor = {Danyel, J{\"u}rgen}, publisher = {Akademie}, address = {Berlin}, doi = {10.14765/zzf.dok.1.947}, series = {Zeithistorische Studien}, number = {4}, publisher = {Leibniz-Zentrum f{\"u}r Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF) - Leibniz Centre for Contemporary History Potsdam (ZZF)}, pages = {125 -- 132}, year = {2017}, abstract = {Die geschichtswissenschaftliche Erforschung des Umgangs mit der NS-Vergangenheit in den beiden Nachfolgestaaten des „Dritten Reiches" steht erst in ihren Anf{\"a}ngen, aber ihre T{\"u}cken zeichnen sich bereits ab. Eine der Schwierigkeiten besteht darin, daß die Thematik, jedenfalls in der „alten" Bundesrepublik, {\"u}ber Jahrzehnte hinweg ein zentraler Topos der politischen Essayistik gewesen ist. Der Kern des Problems - definiert nicht als die zu Beginn der sechziger Jahre Dynamik gewinnende „Verdr{\"a}ngungsdebatte", sondern als die konkrete historisch-politische Auseinandersetzung mit den ererbten Lasten und den alliierten Vorentscheidungen seit Ende der vierziger Jahre und vor allem in den F{\"u}nfzigern - ist deshalb {\"u}berlagert von vielf{\"a}ltigen Meinungsschichten, Deutungen und Kontroversen, durch die hindurchzudringen die Aufgabe entsprechender historiographischer Bem{\"u}hungen sein muß. Die in letzter Zeit erschienenen Arbeiten zur Geschichte der „Vergangenheitsbew{\"a}ltigung" in der Bundesrepublik leisten dies jedoch kaum, und einige davon vermitteln im Gegenteil den Eindruck, als ob sie sich von der so lange vorherrschenden meinungsorientierten Betrachtungsweise gar nicht l{\"o}sen wollten. Eine Geschichtswissenschaft, die diesen Namen verdient, muß aber alles daransetzen, beim Sturm auf tats{\"a}chliche oder vermeintliche alte „Legenden" nicht neue zu produzieren. Das gilt zumal in einem Moment, in dem das f{\"u}r die Westdeutschen von jeher aufregende Thema durch die neugewonnene M{\"o}glichkeit des empirischen Vergleichs mit der Entwicklung in der DDR - ganz zu schweigen vom Vergleich mit der hier ausgeklammerten „zweiten Bew{\"a}ltigung" seit 1989/90 - noch an Brisanz gewinnt.}, language = {de} }