@article{G{\"o}bel2017, author = {G{\"o}bel, Christian}, title = {Information Technology and the Future of the Chinese State. How the Internet Shapes State-Society Relations in the Digital Age}, journal = {Comparativ. Zeitschrift f{\"u}r Globalgeschichte und vergleichende Gesellschaftsforschung}, volume = {26}, number = {H. 2}, pages = {56 -- 74}, year = {2017}, abstract = {Bis Ende 2015 werden 50 Prozent aller Chinesen {\"u}ber einen Internetzugang verf{\"u}gen. Die M{\"o}glichkeiten f{\"u}r eine gr{\"o}ßer werdende Anzahl von Chinesen, online zu kommunizieren und zu konsumieren, hat eine Reihe von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern dazu inspiriert, sich mit Themen wie Zensur, {\"U}berwachung und Nutzung von sozialen Medien zu besch{\"a}ftigen. Ein Großteil dieser Forschung baut auf der Pr{\"a}misse einer antagonistischen Beziehung zwischen Staat und Gesellschaft auf. Allerdings weiß man bisher nur wenig dar{\"u}ber, welche Auswirkungen die staatlich gef{\"o}rderten und internetbasierten Kommunikationskan{\"a}le zwischen Regierungsbeamten und chinesischen B{\"u}rgern auf die Transformation der autorit{\"a}ren Einparteienherrschaft in China haben. Der vorliegende Artikel besch{\"a}ftigt sich mit dieser Frage, indem er Chinas E-Government-Strategie einerseits zu globalen Entwicklungen in Beziehung setzt, andererseits im Kontext der sich ver{\"a}ndernden Anreize untersucht, die politische Reformen in China in den vergangenen zwei Jahrzehnten erm{\"o}glicht haben. Es wird gezeigt, dass die Bem{\"u}hungen der chinesischen Einparteienregierung, die Interaktion zwischen Staat und Gesellschaft zu digitalisieren, großes Potenzial daf{\"u}r birgt, das Wesen des chinesischen Staates zu ver{\"a}ndern. Allerdings stellen diese Ver{\"a}nderungen keinen Paradigmenwechsel dahingehend dar, wie China regiert wird. Der wichtigste Aspekt dieser Ver{\"a}nderungen ist, dass sie die M{\"o}glichkeit bieten, das oftmals als „Diktatoren-Dilemma" bezeichnete Problem zu l{\"o}sen: Menschen in nichtdemokratischen Regierungssystemen haben Angst davor, den Herrschenden gegen{\"u}ber ihre Meinung auszudr{\"u}cken, und entziehen so dem Staat eine wichtige Informationsgrundlage. Es wird gezeigt, dass die Entwicklung hochintegrierter E-Government-Plattformen, wie sie sich die Technokraten der Kommunistischen Partei Chinas vorstellen, bestehender institutioneller Logik folgt und dringende Probleme zu l{\"o}sen vermag. So wird die Chance darauf erh{\"o}ht, dass diese Plattformen nachhaltig eingef{\"u}hrt werden.}, language = {en} }