@article{Eisenhuth2018, author = {Eisenhuth, Stefanie}, title = {Freizeit beim Feind. US-amerikanische Soldaten in Ost-Berlin}, journal = {Zeithistorische Forschungen - Studies in Contemporary History}, volume = {15}, number = {1}, publisher = {ZZF - Centre for Contemporary History: Zeithistorische Forschungen}, address = {Potsdam}, doi = {10.14765/zzf.dok.4.1129}, pages = {11 -- 39}, year = {2018}, abstract = {Der Aufsatz widmet sich einer ungew{\"o}hnlichen Gruppe von Berliner Grenzg{\"a}ngern: den vor Ort stationierten US-Soldaten. F{\"u}r sie (wie auch f{\"u}r die Soldaten der britischen und franz{\"o}sischen Armee) markierte die Mauer einerseits die Front des Kalten Krieges, andererseits durften sie diese ohne große Kontrollen passieren und ihre Freizeit in Ost-Berlin verbringen - was sie besonders in den 1970er- und 1980er-Jahren auch intensiv taten, denn in Zeiten der Dollarkrise versprach die {\"o}stliche Stadth{\"a}lfte viel Vergn{\"u}gen, Restaurantbesuche und Einkaufsm{\"o}glichkeiten f{\"u}r wenig Geld. Die DDR-Regierung war gen{\"o}tigt, die Grenzg{\"a}nge zu tolerieren. Von dieser Form des Tourismus konnte sie finanziell profitieren, versuchte konkrete Kontaktaufnahmen aber zu vermeiden. Der Umgang mit den Grenzg{\"a}ngen amerikanischer Soldaten und ihrer Familien verdeutlicht somit auch die Ambivalenz von politischer {\"O}ffnung und zunehmender {\"U}berwachung, von internationaler Verflechtung und Binnenerosion in der {\"A}ra Honecker. Der Beitrag st{\"u}tzt sich vor allem auf Dokumente des Ministeriums f{\"u}r Staatssicherheit (MfS), der Berliner Senatskanzlei und der amerikanischen Berlin Brigade sowie auf zeitgen{\"o}ssische Presseartikel.}, language = {de} }