@misc{Cornelißen2010, author = {Cornelißen, Christoph}, title = {Erinnerungskulturen (Version 1.0)}, edition = {Version 1.0}, doi = {10.14765/zzf.dok.2.1163.v1}, year = {2010}, abstract = {(Version 1.0, siehe auch Version 2.0) Obwohl der Begriff „Erinnerungskultur" erst seit den 1990er-Jahren Einzug in die Wissenschaftssprache gefunden hat, ist er inzwischen ein Leitbegriff der modernen Kulturgeschichtsforschung.[1] W{\"a}hrend er in einem engen Begriffsverst{\"a}ndnis als lockerer Sammelbegriff „f{\"u}r die Gesamtheit des nicht spezifisch wissenschaftlichen Gebrauchs der Geschichte in der {\"O}ffentlichkeit - mit den verschiedensten Mitteln und f{\"u}r die verschiedensten Zwecke" definiert wird,[2] erscheint es aufgrund der Forschungsentwicklung der vergangenen zwei Jahrzehnte insgesamt sinnvoller, „Erinnerungskultur" als einen formalen Oberbegriff f{\"u}r alle denkbaren Formen der bewussten Erinnerung an historische Ereignisse, Pers{\"o}nlichkeiten und Prozesse zu verstehen, seien sie {\"a}sthetischer, politischer oder kognitiver Natur. Der Begriff umschließt mithin neben Formen des ahistorischen oder sogar antihistorischen kollektiven Ged{\"a}chtnisses alle anderen Repr{\"a}sentationsmodi von Geschichte, darunter den geschichtswissenschaftlichen Diskurs sowie die nur „privaten" Erinnerungen, jedenfalls soweit sie in der {\"O}ffentlichkeit Spuren hinterlassen haben. Als Tr{\"a}ger dieser Kultur treten Individuen, soziale Gruppen oder sogar Nationen in Erscheinung, teilweise in {\"U}bereinstimmung miteinander, teilweise aber auch in einem konfliktreichen Gegeneinander.}, language = {de} }