@article{Classen2018, author = {Classen, Christoph}, title = {"Ruhrpott-Rambo" Die Schimanski-Tatorte und der Wandel von Gewalt in westdeutschen Fernsehkrimis}, journal = {Zeithistorische Forschungen}, volume = {15}, number = {2}, publisher = {ZZF - Centre for Contemporary History: Zeithistorische Forschungen}, address = {Potsdam}, doi = {10.14765/zzf.dok.4.1190}, pages = {391 -- 403}, year = {2018}, abstract = {»Viele Jugendliche k{\"o}nnten durch solche Sendungen zur Ansicht gelangen, daß Gewalt gegen Mitmenschen etwas Normales ist und zur Nachahmung empfohlen wird«, schrieb eine Zuschauerin anl{\"a}sslich der Ausstrahlung des ARD-Tatorts »Zweierlei Blut« mit Kommissar Schimanski (G{\"o}tz George) am 22. Juli 1984. Die »Bild«-Zeitung behauptete, Millionen Zuschauer seien »emp{\"o}rt«, und der »Spiegel« zitierte Bremens Polizeipr{\"a}sident Ernst Diekmann mit den Worten: »Geschmacklos, ekelerregend, undenkbar«. Tats{\"a}chlich spielte Gewalt in diesem Film auch jenseits des im Fernseh-Krimi obligatorischen Mordes eine zentrale Rolle. Im Mittelpunkt steht eine Gruppe gewaltaffiner Fußballfans, in deren Reihen der M{\"o}rder vermutet wird. Im Rahmen seiner verdeckten Ermittlungen wird der Kommissar von den Jugendlichen enttarnt, zusammengeschlagen und nackt auf dem Rasen des Fußballstadions drapiert. Die Misshandlung selbst wird jedoch nur angedeutet: Man sieht lediglich einige Fußtritte gegen den bereits am Boden liegenden Schimanski. Die Gewalt ist vor allem durch eine eindrucksvolle Gesichtsverletzung pr{\"a}sent, die der Polizist - wie auch in zahlreichen anderen Folgen der Serie - f{\"u}r den Rest der Handlung mit sich herumtr{\"a}gt.}, language = {de} }