@article{Marx2016, author = {Marx, Christoph}, title = {Zukunft durch Apartheid? Verwoerds Rassenideologie, S{\"u}dafrikas Außenpolitik und der Westen}, journal = {Zeithistorische Forschungen - Studies in Contemporary History}, volume = {13}, number = {2}, publisher = {ZZF - Centre for Contemporary History: Zeithistorische Forschungen}, address = {Potsdam}, doi = {10.14765/zzf.dok-1399}, pages = {210 -- 230}, year = {2016}, abstract = {Die Apartheid-Politik, wie Premierminister Verwoerd (1958-1966) sie umsetzte, war eine Politik der autorit{\"a}ren Modernisierung, die die weiße Herrschaft auf Dauer sichern sollte - und aus Sicht der damaligen Akteure keineswegs r{\"u}ckw{\"a}rtsgewandt. Die 1959 den »Homelands« in Aussicht gestellte staatliche Unabh{\"a}ngigkeit sollte durch Ausb{\"u}rgerung der Schwarzen einen weißen Nationalstaat schaffen. Die s{\"u}dafrikanische Regierung interpretierte die internationale Kritik an der Apartheid im Kontext des Kalten Krieges sowie eines weltweiten Rassenkonflikts zwischen Asien und Europa, in dem sich der Westen zu nachgiebig verhalte. Verwoerds Nachfolger Vorster (1966-1978/79) wollte die außenpolitische Isolation S{\"u}dafrikas durch eine Politik der Entspannung mit den afrikanischen Nachbarn durchbrechen. Nach seinem Scheitern ging Botha (ab 1978 Premierminister, seit 1984 dann Staatspr{\"a}sident) zu einer aggressiven Politik der regionalen milit{\"a}rischen Hegemonie {\"u}ber. Die hohen Repressionskosten und der wirtschaftliche Niedergang trugen schließlich dazu bei, dass eine Verhandlungsl{\"o}sung angestrebt wurde und die Apartheid 1994 offiziell endete.}, language = {de} }