@article{Kammerer2010, author = {Kammerer, Dietmar}, title = {„Looking Out For You". {\"U}berwachungsbilder als Technologien und Spuren}, journal = {Zeithistorische Forschungen - Studies in Contemporary History}, volume = {7}, number = {2}, publisher = {ZZF - Centre for Contemporary History: Zeithistorische Forschungen}, address = {Potsdam}, doi = {10.14765/zzf.dok-1695}, pages = {304 -- 313}, year = {2010}, abstract = {Inwiefern k{\"o}nnen Bilder aus polizeilichen {\"U}berwachungskameras als „Quellen" zeithistorischer Forschung verstanden und genutzt werden? Und was steht einem solchen Verst{\"a}ndnis entgegen? Einerseits liegt mit den Bildern aus {\"U}berwachungskameras, als Instrumenten der Beobachtung und der Dokumentation des Miteinanders im {\"o}ffentlichen Raum, ein materialreicher Fundus aktueller Daten und Aussagen der Gesellschaft vor. Andererseits ist dieses Archiv unserer Gegenwart f{\"u}r Sozialwissenschaftler und Historiker weitgehend unzug{\"a}nglich, da die Aufnahmen aus Gr{\"u}nden des Daten- und Pers{\"o}nlichkeitsschutzes strengen Regeln unterliegen. Sofern es sich um Kameras im {\"o}ffentlichen Raum handelt, sind die Bilder f{\"u}r andere als polizeiliche Zwecke nicht verwertbar (oder nur in stark eingeschr{\"a}nkter Weise). Kurz und {\"u}berspitzend formuliert: Die Gesellschaft bildet sich in all ihren {\"A}ußerungen ab, nur um die meisten dieser Bilder sofort und ungesehen wegzusperren - ein Umstand, der im {\"U}brigen in auff{\"a}lligem Kontrast zu unserer sonstigen visuellen Kultur steht, die darauf angelegt ist, Bilder, auch privat hergestellte, m{\"o}glichst breit zirkulieren zu lassen. Im Folgenden soll die Geschichte polizeilicher Video{\"u}berwachung in Großbritannien skizziert werden, verbunden mit einigen allgemeineren Thesen zu {\"U}berwachungsbildern am Ende des Beitrags.}, language = {de} }