@article{Berghoff2020, author = {Berghoff, Hartmut}, title = {Von der Exportf{\"o}rderung zur Straftat. Die Kriminalisierung der Auslandskorruption in der Bundesrepublik Deutschland seit 1990}, journal = {Zeithistorische Forschungen - Studies in Contemporary History}, volume = {17}, number = {1}, publisher = {ZZF - Centre for Contemporary History: Zeithistorische Forschungen}, address = {Potsdam}, doi = {10.14765/zzf.dok-1769}, pages = {91 -- 115}, year = {2020}, abstract = {In der Bundesrepublik und in der gesamten westlichen Welt außerhalb der USA wurde Auslandsbestechung bis Ende der 1980er-Jahre als ein legales Mittel der Exportf{\"o}rderung behandelt. Sie war straffrei und sogar steuerlich absetzbar. Das {\"a}nderte sich erst im Zuge der »Compliance Revolution« der 1990er-Jahre. Der Beitrag analysiert diesen Wandel f{\"u}r die Bundesrepublik und untersucht die Debatten um die Auslandskorruption. Er konzentriert sich dabei auf die Positionen der Unternehmerschaft und der im Bundestag vertretenen Parteien. Ausgangspunkt ist der stabile Korruptionskonsens der Bonner Republik, der zun{\"a}chst auch noch in der Berliner Republik Bestand hatte, dann aber unter dem Einfluss einer zunehmend kritischen Zivilgesellschaft und der internationalen Staatengemeinschaft zerbrach. Nachdem es unausweichlich geworden war, die Auslandskorruption zu {\"a}chten, wurde hartn{\"a}ckig darum gerungen, mit welchen juristischen Mitteln sie zu bek{\"a}mpfen sei. Am Ende eines von vielen Blockaden und Umleitungen verz{\"o}gerten Prozesses stand ab 2002 die Strafbarkeit aller Arten von Auslandskorruption. Welche Ermittlungsinstrumente eingesetzt werden durften und wie effektiv die Strafverfolgung sein sollte, blieb jedoch weiter strittig. Der Aufsatz zeigt nicht zuletzt die R{\"u}ckwirkungen internationaler Rechtsnormen f{\"u}r die nationalstaatliche Ebene.}, language = {de} }