@article{Oels2010, author = {Oels, David}, title = {„Dieses Buch ist kein Roman". J{\"u}rgen Thorwalds „Die große Flucht" zwischen Zeitgeschichte und Erinnerungspolitik}, journal = {Zeithistorische Forschungen - Studies in Contemporary History}, volume = {6}, number = {3}, publisher = {ZZF - Centre for Contemporary History: Zeithistorische Forschungen}, address = {Potsdam}, doi = {10.14765/zzf.dok-1809}, pages = {367 -- 390}, year = {2010}, abstract = {J{\"u}rgen Thorwalds „Die große Flucht", erstmals 1949/50 in zwei B{\"a}nden erschienen und zuletzt 2005 wieder aufgelegt, ist eines der verbreitetsten Werke {\"u}ber das Ende des Zweiten Weltkriegs im Osten sowie Flucht und Vertreibung der deutschen Bev{\"o}lkerung. In den 1950er-Jahren geh{\"o}rte Konrad Adenauer zu den Lesern, und bis heute argumentiert Erika Steinbach mit Elementen aus Thorwalds Darstellung. Sehr fr{\"u}h hatte Thorwald (Pseudonym f{\"u}r Heinz Bongartz) exklusiven Zugriff auf eine F{\"u}lle von Dokumenten und Zeitzeugenberichten. Sein Erfolg l{\"a}sst sich jedoch eher mit der besonderen Darstellungsweise erkl{\"a}ren, die sich zugleich sachlich und emotional gibt. Historiographischer Anspruch und literarische Verdichtung sind in dem Werk eng verbunden. {\"A}sthetisch kn{\"u}pfte Thorwald an den Kriegsbericht an, zu dem er als Autor journalistischer Artikel und B{\"u}cher {\"u}ber Luftwaffe und Marine vor 1945 selbst beigetragen hatte. Gleichzeitig bilden Thorwalds B{\"u}cher spezifische diskursive Formationen der Nachkriegszeit ab.}, language = {de} }