@article{Jarausch2009, author = {Jarausch, Konrad H.}, title = {Die Teilung Europas und ihre {\"U}berwindung. {\"U}berlegungen zu einem Ausstellungskonzept f{\"u}r Berlin}, journal = {Zeithistorische Forschungen - Studies in Contemporary History}, volume = {5}, number = {2}, publisher = {ZZF - Centre for Contemporary History: Zeithistorische Forschungen}, address = {Potsdam}, doi = {10.14765/zzf.dok-1863}, pages = {263 -- 269}, year = {2009}, abstract = {Die von Winston Churchill in seiner Fulton-Rede {\"u}ber den „Eisernen Vorhang" im M{\"a}rz 1946 konstatierte Teilung Europas war eine zentrale, wenn nicht sogar die wichtigste Entwicklung der zweiten H{\"a}lfte des 20. Jahrhunderts. Sie zerriss nicht nur die Stadt Berlin, sondern auch Deutschland und den gesamten europ{\"a}ischen Kontinent, indem sie eine physische Barriere zwischen dem Osten und dem Westen errichtete, die zumindest nach dem Mauerbau immer schwerer zu {\"u}berwinden wurde. Im Kalten Krieg gruppierten sich die europ{\"a}ischen L{\"a}nder in ideologische Lager und bildeten zwei milit{\"a}rische B{\"u}ndnissysteme, die sich feindlich gegen{\"u}berstanden. W{\"a}hrend sich der Westen im Rahmen der EG auch {\"o}konomisch allm{\"a}hlich integrierte, gelang dieser Prozess im Osten mit dem COMECON nur teilweise. Wegen der manifesten Krisen von 1948/49 und 1958-1961 sowie dem Bau der Mauer wurde die fr{\"u}here deutsche Hauptstadt Berlin zum Symbol dieser Auseinandersetzung der Bl{\"o}cke. Da sich der Konflikt aufgrund des Vierm{\"a}chtestatus hier verdichtete, w{\"a}re Berlin auch der geeignete Ort, um die gegenseitige Bedrohung in einem Museum anschaulich zu machen. Die {\"U}berwindung der Folgen der Teilung Europas bleibt eine wichtige Aufgabe der gegenw{\"a}rtigen Politik; deshalb m{\"u}sste eine solche Einrichtung nicht nur die vergangenen Spannungen musealisieren, sondern sollte auch das Potenzial der Zusammenarbeit in einer gemeinsamen Zukunft verdeutlichen.}, language = {de} }